Kita St. Anna in Olewig: Aufgewerteter Kindergarten

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TRIER. Von dem im Herbst 2017 abgeschlossenen Neubau der katholischen Kita St. Anna profitieren zahlreiche Kinder aus dem Stadtteil. Der dazugehörige Spielplatz wird in der aktuellen Spielraum-Untersuchung für den Stadtteil als Attraktion für die jüngsten Olewiger beschrieben.

Handlungsbedarf sieht die Spielraum AG dagegen bei einem Wohnungsbauprojekt. Durch das Neubauvorhaben auf dem Klostergartengelände wird mit den neu hinzuziehenden Familien der Bedarf an Spielmöglichkeiten deutlich steigen. In der Spielraumanalyse, die im Jugendhilfeausschuss präsentiert wurde, wird deutlich, dass der jetzige Kinderspielplatz dafür vermutlich zu klein ist.

„Die Fläche sollte vergrößert und im Sinne der Nutzbarkeit für mehrere Generationen barrierefrei gestaltet werden“, betonen die Autoren der zuständigen AG nach der Befragung von Kindern aus dem Stadtteil. Hinzu kommt, dass der Klostergarten auch ein beliebter Treffpunkt von Kindern ist, die etwas weiter weg wohnen.

Der erneuerte Spielplatz an der Kita St. Anna, in der 90 Plätze zur Verfügung stehen, wurde auch dank der finanziellen Unterstützung des Ortsbeirats umgesetzt. Der Gremium hatte sich außerdem vorher schon bei der Wiedereinrichtung des städtischen Spielplatzes Nr. 4.03 Auf der Ayl engagiert. Diese Anlage steht nicht weit entfernt von der Grundschule, deren gut zugänglicher Hof auch für die etwas älteren Kinder ein zentraler Treffpunkt ist – unter anderem durch den Fußballplatz und das Klettergerüst.

Im historischen Ortskern unterhalb der Grundschule gibt es wegen der engen Bebauung dagegen kaum Spielmöglichkeit vor der eigenen Haustür. Besser sieht es dagegen rund um den Kandelbach und im östlichen Teil von Olewig aus. Zudem profitieren vor allem die etwas größeren Kinder von der attraktiven Lage des Stadtteils zwischen Weinbergen und Wäldern, die die Spielraum AG als „Abenteuerräume“ bezeichnet. Zudem ist der Petrispark im Nachbarstadtteil Kürenz für die Kinder und Jugendlichen durch das Brettenbachtal gut erreichbar. Dort gibt es Sportanlagen, die das Angebot im Olewiger Ortskern ergänzen.

Teilweise kritisch sieht die AG Spielraum nach der Befragung der Kinder die Verkehrssituation. Durch den Stadtteil und das Olewiger Tal führt mit den Olewiger- und der Rieslingwein-Straße eine Hauptverkehrsachse vom Zentrum zu den Höhenstadtteilen. Diese müssen die Kinder überqueren, wenn sie ins Brettenbachtal oder weiter in Richtung Petrisberg unterwegs sind. Zudem erleben die Kinder die Verkehrssituation im Ortskern je nach Tageszeit und Verkehrsaufkommen als unübersichtlich.

Mit der Untersuchung für Olewig, an der sich im Juni und Juli 2017 insgesamt 20 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren beteiligten, sowie den Analysen für die Höhenstadtteile (Rathaus Zeitung vom 27. März) wurde die mittlerweile vierte Runde der Analysen für das Stadtgebiet abgeschlossen. Beim nächsten Durchgang soll nach Aussage des zuständigen Sozialraumplaners Simeon Friedrich vom Jugendamt die Präsentation der Ergebnisse im Bauausschuss sowie im Internet erweitert werden.

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