Das war ganz knapp – RÖMERSTROM Gladiators verlieren Spiel 1 in Heidelberg

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HEIDELBERG. Am Ende wurde es nochmal spannend, doch Heidelberg blieb eiskalt. Die RÖMERSTROM Gladiators verlieren nach einer packenden, umkämpften Partie das erste Spiel der Viertelfinalrunde der Playoffs gegen die MLP Academics Heidelberg mit 86:83. Top-Scorer der Moselstädter war Justin Alston mit 24 Punkten.

„Das war ein Playoff-Spiel mit allem was dazugehört. Spannung, Kampf und einer guten Kulisse“, resümierte RÖMERSTROM Gladiators Trier Headcoach Marco van den Berg nach der Partie gegen die MLP Academics Heidelberg. Am Ende hatte es jedoch nicht gereicht für sein Team. Trotz aufopferungsvollem Kampf und Comeback-Qualitäten ist Heidelberg schlussendlich der verdiente Sieger eines, nicht immer hochklassigen, aber spannenden, Playoff-Spiels.

Die Gladiatoren kamen eigentlich recht gut aus der Kabine. Vor allem der bärenstarke Gladiators-Kapitän Simon Schmitz war von Beginn an hellwach. Mit zwei Dreiern in Folge brachte er die Gladiatoren in Führung (3:8) und sorgte für großen Jubel unter den vielen mitgereisten Trierer Fans. Doch auch Heidelberg hatte einen wichtigen Schützen. Shyron Ely übernahm Verantwortung und verhinderte so, dass Trier weiter wegzog. Beide Teams agierten ansonsten recht nervös. Viele Aktionen funktionierten nicht, wie sie sollen. Dazu kam, dass sowohl Schmitz, als auch Kevin Smit früh mit zwei Fouls auf die Bank mussten. Auf Heidelberger Seite war es Evan McGaughey der in Foultrouble geriet. In der Folge entwickelte sich ein kämpferisches Viertel, in dem beide Mannschaften eher über die Defensive als über die Offensive glänzten. Ein Lichtblick war ein toller Spielzug von Kyle Dranginis. Der Amerikaner ließ zwei Gegner aussteigen, zog zum Korb, doch statt des Layup-Versuchs, sieht Dranginis den abspringenden Justin Alston, bedient seinen Teamkollegen mit einem tollen Alley-Oop-Anspiel und der vollendet krachend. Ein Highlight, in einem sonst eher highlightarmen Viertel, dass Trier am Ende mit 15:18 für sich entscheiden konnte.

Diese Führung hatte jedoch schon zu Beginn des zweiten Viertels keinen Bestand mehr. Nun traten die Hausherren dominanter auf, zwangen Trier zu Fehlern und nutzten diese eiskalt aus (19:18). Und so ging es weiter. Die Academics waren nun das das aggressivere Team. Trier konnte dem nichts entgegensetzen und leistete sich viele Ballverluste. 10 Turnover waren es in der ersten Halbzeit. Auch die freien Würfe waren erneut ein Problem. Nichts wollte fallen. Nach fünf Minuten nahm Marco van den Berg eine Auszeit, um den Lauf der Gastgeber zu stoppen. Trier agierte danach in der Defensive besser. Auch wenn die Würfe weiter nicht fielen, schaffte Heidelberg es auch nicht sich entscheidend abzusetzen. Und wieder war es ein Dunk von “Air Force One“ Justin Alston mit der Pausensirene, der die Hoffnung der Trierer Fans erhielt. Mit einem knappen 35:33 Rückstand ging es in die Halbzeit.

Nach der Pause zeigten die RÖMERSTROM Gladiators ihr bestes Viertel. Nicht nur weil sie die Führung wieder erobern konnten, sondern auch weil sie plötzlich überragenden Teambasketball zeigten. Immer wieder waren es tolle Kombinationen und Pässe die Anton Shoutvin und Alston unter dem Korb und im Post einsetzen. Die konnten wiederrum die Punkte erzielen. Doch die Schützen der Academics liefen auf der Gegenseite ebenfalls heiß. Es waren weiter Shy Ely und Albert Kuppe, die nun ganz wichtige Dreier einstreuten. Es war eine offene Partie, die auch im dritten Viertel nicht entschieden wurde. Heidelberg zeigte immer wieder individuelle Klasse. Neben Ely war es vor allem Jaleen Smith, der Verantwortung übernahm und immer wieder stark zum Korb zog, die Verteidiger der Gäste band und so Freiräume für die Shooter der Gastgeber schaffte. Am Ende des Viertels erzielte Niklas Würzner per Buzzerbeater noch die 59:58 Führung.

Es folgte die entscheidende Phase des Spiels, die wieder pure Dramatik bot. Heidelberg drehte jetzt auf. Passstaffette reiht sich an Dreier-Versuch, die die Gastgeber hochprozentig verwerteten. Trier hatte erneut Schwierigkeiten mit seinen Würfen, traf zu wenig um das Tempo der Akademiker mit zu gehen. In dieser Phase wirkte es so, als sei das Spiel entschieden. Spätestens als der überragende Ely per Dreier zum 75:63 traf, wähnten sich die Gastgeber als sicherer Sieger. Doch die Gladiatoren gaben nicht auf. Vor allem Simon Schmitz stemmte sich mit teils wilden Dreiern gegen die drohende erste Niederlage. Auch Kyle Dranginis traf nun. Beim Stand von 79:72 spielte Trier nun wie entfesselt und kam immer weiter heran. Mit 20 Sekunden auf der Uhr drückte Simon Schmitz von ganz weit draußen ab und traf. Gleichstand. 83:83. Doch den Akademikern blieb noch ein Angriff. Ely übernahm die Verantwortung, zog zum Korb, fand draußen an der Dreierlinie Albert Kuppe und der versenkte den Neck-Braker zum 86:83-Endtand. Zwar hatte Kyle Dranginis am Ende nochmal die Chance, konnte aber den Off-Balance-Wurf nicht treffen.

Trier verliert also eine spannende Partie, kann aber bereits am Mittwoch (20:00 Uhr, Arena Trier, im Playoff-Kampf gleichziehen.

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Stimme

Marco van den Berg: „Wir waren noch zu brav und haben wieder viele freie Würfe nicht getroffen. Wir müssen wesentlich schärfer und dominanter auftreten, um am Ende aus so einem Spiel einen Sieg mitzunehmen. Aber wir sind nach einem 12-Punkte-Rückstand nochmal zurückgekommen und haben damit Moral bewiesen. Das war gut. Jetzt haben wir am Mittwoch die Chance, es besser zu machen und die werden wir nutzen.“

Statistik

Justin Alston (24), Kyle Dranginis (8), Kevin Smit (1), Jermaine Bucknor (4), Rupert Hennen, Lucien Schmikale (5), Simon Schmitz (21), Thomas Grün (2), Robert Nortmann (2), Anton Shoutvin (16).

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