Marx to go – Trier mit der webbasierten App „Marx-Guide“ entdecken

Zwei webbasierte Touren durch Trier zeigen Orte, an denen Karl Marx gelebt und die bedeutsam für die industrielle Revolution in Trier waren. Die App erlaubt es Besuchern, eigenständig Schauplätze aus dem Leben des Philosophen und kommunistischen Denkers zu entdecken. Der interaktive Stadtführer wurde anlässlich der Feiern zum 200. Geburtstag von Karl Marx entwickelt.

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Marcus Haberkorn (links) und Norbert Käthler erklären den Marx-Guide, mit dessen Hilfe Nutzer in das Trier des 19 Jahrhunderts reisen können.

Bildquelle: Alexander Schumitz/ Trier Tourismus und Marketing GmbH

TRIER. Die Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm), der Verein zur Förderung des Jubiläumsprogramms des Karl Marx Jahres in Trier und die Karl Marx 2018 Ausstellungsgesellschaft mbH (KAMAG) haben die Hochschule Trier mit der Entwicklung einer Web-basierten App zum Karl-Marx-Jahr 2018 beauftragt.

Das Ergebnis dieser Kooperation haben heute Norbert Käthler, Geschäftsführer der ttm, Dr. Rainer Auts, Geschäftsführer der KAMAG, Rudolf Hahn, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Jubiläumsprogramms des Karl Marx Jahres in Trier, Marcus Haberkorn, Leiter des Mobile Media Lab an der Hochschule Trier, und Prof. Dr. Marc Regier, Vizepräsident der Hochschule Trier, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Der Marx-Guide ist ein interaktiver Stadtführer zu Karl Marx, der anlässlich des 200. Geburtstags des bedeutenden Denkers die Nutzer zu dessen historischen Wirkungsstätten in Trier leitet“, sagt Dr. Rainer Auts. Marcus Haberkorn ergänzt: „Angeboten werden zwei Touren: Eine kürzere verbindet die aktuellen Ausstellungsorte zwischen dem Stadtmuseum Simeonstift und dem Rheinischen Landesmuseum anhand zentraler Orte miteinander. Die längere deckt weitere sieben Schauplätze ab.“ An den Standorten erfahren die Nutzer anhand von Texten, kurzen gesprochenen Hörstücken sowie aktueller Fotografien mehr über die Orte, erklärt Marcus Haberkorn weiter.

Norbert Käthler freut sich über diese Erweiterung des touristischen Angebots für die Stadt: „Es erlaubt den Besuchern das Leben des jungen Karl Marx in seiner Heimatstadt eigenständig zu entdecken. Wichtig ist mir, dass wir damit auch ein Angebot für online-affine Zielgruppen haben“ Angesprochen seien Tagestouristen, Kurzurlauber sowie Einheimische. Die App liefere wertvolle Information zu interessanten Orten im Kontext des Karl-Marx-Jahres.

Der Nutzer bekommt passende Information zu seinem jeweils aktuellen Standort. Der wird mittels GPS-Ortung erfasst und ermöglicht so den Einsatz der App als Leitsystem mit Wege- und Routenführung. Die Touren lassen sich nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch auf dem Pad und dem Desktoprechner nachvollziehen. Gegenüber nativen Apps haben mobile Web-Apps verschiedene Vorteile: Für den Vertrieb der App wird kein Store benötigt, und der Nutzer muss nichts installieren, da die App wie eine Webseite mit dem Browser des jeweiligen Endgerätes funktioniert. Außerdem ist sie responsiv, das heißt, dass ihr Design sich an das jeweilige Endgerät anpasst.

Rudolf Hahn lädt die Nutzer ein, sich mit ihren Smartphones auf eine Entdeckungsreise durch die Stadt zu begeben: „Sie werden spannende Schauplätze aus dem Leben des jungen Karl Marx Leben finden. Hörstücke und historische Bilder beleuchten sein Leben und stellen die Orte in den Kontext seiner Zeit.“

Info:
Ortsbezogene, internetbasierte Medien für Handy und PC sind der Forschungsschwerpunkt des Dozenten Marcus Haberkorn aus der Fachrichtung Intermedia Design. Lokale Umgebungen haben mehr zu bieten, als mit dem Auge erkennbar ist. Die Hochschule Trier entwickelt regelmäßig Schnittstellen, um vor Ort historische Informationen zugänglich zu machen. Marcus Haberkorn hat im Jahr 2017 gemeinsam mit der Europäischen Kunst-Akademie Trier die Datenbank Public Art Trier entwickelt, die Informationen zu mehr als 130 Kunstwerken im öffentlichen Raum Triers bereitstellt, oder im Jahr 2014 die Stolpersteine-Guide App, die inzwischen in über 50 Städten genutzt wird.

Die Marx-Kurztour ist zwei Kilometer lang und dauert circa 60 Minuten. Besucht werden fünf zentrale Orte: Das Geburtshaus von Karl Marx und das Wohnhaus der Familie Marx, das Jesuitenkolleg und das Casino sowie die 2018 errichtete Statue liegen auf der Route.

Die Marx-Kompletttour ist drei Kilometer lang und dauert circa 120 Minuten. Sie führt zu zwölf Orten. Neben den zentralen Stationen aus Marx‘ Leben zeigt sie auch historische Stätten der industriellen Revolution in Trier.

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