So hat sich der Anlagenmarkt in den letzten Jahren verändert

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Bildquelle: Jens Wolf / dpa-Archiv

Noch vor rund zwei Jahrzehnten waren Bausparverträge das Maß aller Dinge. Auch Lebens- und Rentenversicherungen galten als lohnenden Anlagen und Altersvorsorgen – bedingt durch gute Zinserträge, die man auf entsprechende Altersvorsorgeverträge bekommen konnte. Doch in den letzten zwanzig Jahren hat sich der Markt der Geldanlagen kräftig gewandelt.

Tagesgeld – fast ein Jahrzehnt in aller Munde
Anfang der 2000er bestimmten Tagesgeldkonten oftmals das Bild am Markt. Natürlich, in Renten- und Lebensversicherungen wurde immer investiert. Denn gerade mit dem Beginn dieses Jahrtausends wurde klar, dass viele heutige Arbeitnehmer im Rentenalter mit finanziellen Einbußen würden rechnen müssen – Stichwort Rentenlücke. Aber für das kurzfristige Parken von Geldern, für das man früher das klassische Sparbuch verwendet hat, wurde das Tagesgeldkonto immer interessanter. Der zunehmende Einfluss des Online Bankings begünstigte die Banken, die ein reines Online-Tagesgeldkonto anboten, auf dem es zur damaligen Zeit noch saftige Zinsen in Höhe von Teilweise bis zu 3 % gab. Diese Marke wurde bei manchen Neukundenangeboten im Rahmen einer festgeschriebenen Einstiegsphase teilweise sogar noch überschritten. Wer einige Tausend Euro gewinnbringend anlegen wollte, ohne sein Geld dafür aber gleich fest anlegen zu wollen, hatte hier wunderbare Möglichkeiten.

Mit der Wirtschaftskrise sanken die Zinsen
Die neuerliche Weltwirtschaftskrise, die durch die Immobilienkrise im Jahr 2007 in den USA ausgelöst wurde, sorgte erst für einen sprunghaften Anstieg der Zinsen für Immobiliengeschäfte und dann, vor allem durch massive Absenkungen der Leitzinssätze, für eine erst langsam fortschreitende, dann aber bis heute anhaltende Phase absoluter Minimalzinsen. Im Zuge der immer weiter abfallenden Zinsen auf sichere und kurzfristige Geldanlagen, sanken auch die Zinsen auf Tagesgeldkonten immer weiter ab. Heute kann man noch froh sein, wenn man Zinsangebote um die 0,5 % findet – oftmals liegen die Angebote für Tagesgeldkonten deutlich darunter. Festgeldkonten wurden also wieder attraktiver. Da die Banken aber ein großes Misstrauen der Kunden in ihre Leistungen, ausgelöst durch die Bankenkrise im Jahr 2007, feststellen mussten, begann man neue Wege zu gehen – auch in Sachen Festgeldkonten. Inzwischen gibt es zahlreiche Angebote für Festgeldanlagen mit Laufzeiten ab 6 Monaten, die trotzdem noch bessere Zinskonditionen bieten, als ein Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto. So ist das Geld zwar für eine Weile fest angelegt – der Zeitraum ist allerdings überschaubarer als dies bei Anlagen über fünf oder zehn Jahre der Fall ist.
Altersvorsorge wird immer wichtiger – der Staat beginnt unterstützend einzugreifen

Ebenfalls bereits in den ersten Jahren dieses Jahrtausends, begann der Staat interessante Förderprogramme wie die Riester- oder die Rürup-Rente auf den Markt für Geldanagen zu werfen. In den ersten Jahren eher schlecht vermarktet und schließlich erst später durch Verbesserungen der staatlichen Zulagen noch einmal deutlich aufgewertet, kann die Riester Rente beispielsweise Familien mit Kindern heute schon eine deutliche Rendite in der Altersvorsorge bringen. Die meisten staatlichen Förderprogramme in Sachen Altersvorsorge profitieren außerdem von Steuerersparnissen und teilweise auch von Ersparnissen in Sachen Sozialversicherungsabzüge vom Einkommen. So werden beispielsweise Betriebsrenten, die durch eine Entgeltumwandlung durch den Arbeitnehmer finanziert werden, bis heute gefördert. Im Bereich der Altersvorsorgen gelten die staatlich geförderten Vorsorgeprogramme heute als die beliebtesten am Markt.
Immobilien werden als Anlagen wieder interessanter

Eine weitere Entwicklung aus dem Zinstief der letzten Jahre ist der Umstand, dass Baukredite so günstig geworden sind, wie nie. Mit Finanzierungsangeboten von 0,9 % konnten Anleger rechnen, die mit einem guten Eigenkapital in den Kauf oder Bau eines Hauses gegangen sind. Doch, wo man früher ohne einen Eigenkapitalanteil von 30 % der Gesamtkosten kaum einen Kredit bekommen hat, werden heute auch 100 %- oder sogar sogenannte 120%-Finanzierungen von den Banken abgeschlossen. Das sind Finanzierungen, bei denen nicht nur der Kauf oder Bau des Hauses, sondern auch alle Nebenkosten wie Steuern, Notar-, Grundbuch- und Renovierungskosten von der Bank per Kredit getragen werden. Der große Vorteil – durch die günstigen Zinsen können sich viele Familien heute ein eigenes Haus leisten und haben damit im Alter eine deutlich niedrigere Zinsbelastung, weshalb die eigenen vier Wände als Altersvorsorge in den letzten Jahren auch wieder eine besondere Rolle zu spielen begannen. Aber auch Anleger, die in Mietwohnungen und Mithäuser investiert haben, haben hier gute Gewinne gemacht, denn die Mieten steigen stetig an, während die Zinsen sich aktuell noch auf einem stabil niedrigen Niveau halten.

Auch heute gibt es Möglichkeiten, sein Geld kurzfristig zu parken
Tagesgeldkonten und Sparbücher sind heute als Geldanlagen komplett uninteressant, da sie keine echten Gewinne mehr abwerfen. Eine Altersvorsorge sollte man unbedingt abschließen, um sich vor der drohenden Rentenlücke und möglicher Altersarmut zu schützen – hierbei machen vor allen Dingen staatlich geförderte Modelle wie eine Riester- oder Rürup-Rente oder eine Betriebsrente mit Entgeltumwandlung Sinn. Festgeldangebote können sich nach wie vor lohnen, wenn man die Möglichkeit hat, sein Geld auch über einen längeren Zeitraum zu parken. Allerdings sind die Zinssätze hier nach wie vor niedrig. Die Anlage ist allerdings sicher und zuverlässig. Wer allerdings seine Anlagestrategien gern selbst in die Hand nehmen möchte und dabei auch bereit ist, ein gewisses Risiko einzugehen, hat in den letzten Jahren einen immer größer werden Markt an Online-Brokern, die mit Wertpapieren, Devisen und Optionen handeln. Der Forexhandel ist ein ständig wachsender Markt, in dem man auch in Zeiten niedriger Zinsen auf Geldanlagen noch immer gute Renditen erzielen kann – wenn man sich etwas auskennt und auf der richtigen Plattform handelt. Welche Plattform für einen selbst die Richtige ist, kann man beispielsweise auf Vergleichsportalen wie Forexhandel.org herausfinden. Hier findet man umfassende Reviews und Testberichte zu unterschiedlichen, international tätigen Handelsplattformen und Unternehmen, die einen beim Handel unterstützen.

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