Private Altersvorsorge – heute wichtiger denn je

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Symbolbild

Bildquelle: pixabay

Die Altersvorsorge durch die gesetzliche Rente ist heute unsicherer denn je. Nicht, weil man keine Rente mehr bekommen würde – nein, dass Versprechen des Sozialstaates, dass jeder Arbeitnehmer, der in die Rentenkassen eingezahlt hat, am Ende seiner Berufstätigkeit im Rentenalter auch eine Altersrente bekommt, hat nach wie vor Bestand. Doch die Rentenhöhe ist ein Problem, dass sich für diese und für kommende Generationen von Berufstätigen immer mehr verdichten wird. Kein Wunder, das in dem Zusammenhang begriffe wie „Altersarmut“ und „Rentenlücke“ immer mehr in den Fokus der Allgemeinheit rücken.

Was meint eigentlich der Begriff Rentenlücke?
Kurz gesagt ist damit die Lücke zwischen dem Renteneinkommen und dem Einkommen, dass man benötigen würde, um den vorher erworbenen Lebensstandard aufrecht zu erhalten, gemeint. In den meisten Fällen ist es so, dass sich Arbeitnehmer, die ein Leben lang beschäftigt waren, einen gewissen Standard aufgebaut haben. Ein eigenes Haus oder eine gute Mietwohnung. Ein Auto das ihnen gefällt. Gewisse Vorlieben in Sachen Urlaub, Kleidung, Freizeitgestaltung usw. Durch die Demographische Entwicklung werden die Menschen heute dabei nicht nur immer älter, sie haben auch immer länger eine hohe Lebensqualität in Sachen Gesundheit und Leistungsvermögen. Das bedeutet aber auch, dass die Menschen ihren Hobbys heute bis ins hohe Alter nachgehen möchten – manche schaffen sich nach dem Eintritt ins Rentenalter überhaupt erst neue Hobbys an. Wer aber seine Zeit mit Reisen beispielsweise verbringen möchte, muss über ein entsprechendes Einkommen verfügen. Das ständig sinkende Rentenniveau ist hier ein echtes Risiko für die Pläne, Träume und Wünsche, die man für den Ruhestand hat.

Die Rentenlücke wächst, je höher das Einkommen vor der Rente war

Das erschreckende dabei ist, dass die Rentenlücke wächst, je besser das Einkommen vor der Verrentung war. Denn das Rentenniveau liegt schon heute nur noch bei knapp 50 % des letzten Bruttoeinkommens. Jemand, der ein monatliches Bruttoeinkommen von 8.000 € erzielt hat, käme demnach im Schnitt mit einer Rente von 4.000 € daher. Der Unterschiedsbetrag sind rund 4.000 €. Jemand mit einem monatlichen Einkommen von 3.500 € hingegen würde immerhin noch immer rund 1.750 € Rente beziehen. Experten gehen davon aus, dass man, um keine allzu großen finanziellen Einbußen beim Erreichen des Rentenalters hinnehmen zu müssen, rund 70 % des letzten Bruttoeinkommens als Rente beziehen sollte. Unser Beispielfall mit einem Einkommen von Brutto 8.000 € bräuchte also eine Rente von 5.600 € monatlich, um seinen Lebensstandard halten zu können. Der Arbeitnehmer mit einem Einkommen von 3.500 € würde bereits mit 2.450 € auskommen. Die Rentenlücke des einen würde also rund 1.600 € betragen, während die des anderen bei ungefähr 700 € liegen würde. In beiden Fällen ist die Rentenlücke allerdings so groß, dass sie sich ohne eine private Altersvorsorge kaum stopfen lässt, wenn man nicht deutliche Einbußen im Lebensstandard und damit in der Lebensqualität hinnehmen möchte.

Altersarmut ist noch einmal ein ganz anderes Thema

Bei den beiden genannten Beispielen ist man von echter Altersarmut noch recht gut entfernt. Allerdings sind vor allen Dingen Menschen mit einem vergleichsweise geringen Einkommen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, mit ihrem Einkommen aber trotzdem immer nur einige hundert Euro über dem staatlich anerkannten Existenzminimum gelegen haben, hier besonders gefährdet. Denn genau diese wenigen hundert Euro sind das, was im Alter durch das niedrige Rentenniveau entfällt. Und so kann es schnell passieren, dass jemand der leben lang berufstätig war am Ende nur sehr knapp über dem Grundsicherungssatz leben muss oder aber, zum Beispiel aufgrund hoher Mietkosten, sogar die Hilfe staatlicher Sozialleistungen in Anspruch nehmen muss, was oftmals mit der Abschmelzung der meisten Sparrücklagen und dem Verlust vorhandener Vermögenswerte verbunden ist.

Mit privater Altersvorsorge kann man heute schon eine Menge in die richtige Richtung lenken
Wer die beiden oben aufgeführten Szenarien verhindern möchte, sollte sich, egal ob Gering- oder Besserverdiener, auf jeden Fall Gedanken über seine private Altersvorsorge machen. Klar ist dabei, dass die Sparbeträge eines Geringverdieners deutlich geringer ausfallen werden, als die eines Besserverdieners, doch zum Glück gibt es heute eine Vielzahl von Vorsorgevarianten, mit denen man sich, seinen Bedürfnissen entsprechend für die Zukunft absichern kann. Neben staatlich geförderten Rentenverträgen und arbeitnehmerfinanzierten Betriebsrenten, die jeder in Anspruch nehmen kann, bieten eigentlich alle Versicherer am deutschen Versicherungsmarkt auch Lebens- und Rentenversicherungen an, die im Alter entweder eine Einmalzahlung oder aber eine laufende Rente garantieren.

Macht eine private Altersvorsorge in Zeiten schlechter Zinssätze wirklich Sinn?
Natürlich muss man beim Abschluss eines Vertrages über eine private Altersvorsorge genau hinschauen, was Sinn macht und was von den Zinsen her so niedrig angesetzt ist, dass es sich nicht wirklich rentiert. Allerdings muss jedem Arbeitnehmer heute auch klar sein, dass im Rentenalter die Rentenlücke da sein wird und das heute gar nichts zu tun, keine Option ist. Die optimale Art der Altersvorsorge ist eine Mischung aus sicheren Anlagen, die in der Regel mit relativ niedrigen Zinserträgen daherkommen, wie einer Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung, vielleicht gepaart mit einer staatlichen Riester-Förderung, und Anlagen, die man selbst in die Hand nimmt. Besonders gut geeignet um einen Teil seiner Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen, sind Aktiendepots, die man selbst führt. Das Verhältnis sollte hier allerdings 70 % sichere Anlagen zu 30 % spekulativ selbst angelegte Geldern nicht unterschreiten – denn Geld das man in Aktien steckt, ist niemals zu 100 % sicher investiert. Man steigert allerdings seine Chancen auf eine gute und ertragreiche Geldanlage, wenn man sich vor den ersten Aktivitäten auf dem Wertpapiermarkt eingehend informiert. Eine gute Möglichkeit, entsprechende Vergleiche vorzunehmen, sind Seiten wie https://www.qomparo.de/vergleiche/aktiendepot/. Hier findet man zahlreiche Anbieter im Vergleich und dazu auch eine Menge Tipps und Ratgebertexte zum eigenständigen Onlinehandel mit Wertpapieren.

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