Ausverkauf bei Eintracht

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TRIER. Hauptsache weg! Fußball-Regionalligist Eintracht Trier steht personell wieder einmal vor einem kompletten Neuanfang. Die meisten Spieler der aktuellen Mannschaft werden den Klub am Ende der Saison verlassen.

Interne Querelen, verbale und tätliche Angriffe auf Spieler, eine katastrophale Außendarstellung des Vereins und finanzielle Probleme: Eintracht Trier hat nicht nur die beiden Saisonziele – Aufstieg in die dritte Liga sowie Gewinn des Bitburger Rheinlandpokals – verpasst. Dem Klub steht nach der Saison, die mit dem vierten Platz in der Regionalliga West endete, ein großer Umbruch bevor.

Thomas Kraus (Fortuna Köln), Ahmet Kulabas (Wacker Burghausen), Cataldo Cozza (Viktoria Köln), Oliver Stang (Borussia Mönchengladbach II), Wojciech Pollok (Sportfreunde Siegen) und Daniel Bauer (VfL Oldenburg) haben bereits neue Arbeitgeber gefunden.

Thomas Drescher, Denny Herzig, Benjamin Pintol, Holger Knartz, Olivier Mvondo, Tolgay Asma und Torwart André Poggenborg sowie der seit über einem halben Jahr suspendierte Martin Hauswald werden den Verein ebenfalls verlassen – bisher noch mit unbekannten Zielen. Auch Jeremy Karikari geht – trotz eines neuen Angebotes der Vereinsführung. Der Defensivstratege wurde zuletzt immer wieder mit RB Leipzig in Verbindung gebracht.

Vertraglich gebunden für die neue Saison sind bisher nur Torge Hollmann, Alon Abelski, Fabian Zittlau, Michael Dingels, Chhunly Pagenburg sowie die Nachwuchsspieler Christoph Anton, Christopher Spang, Phillip Basquit (Torwart) und Burak Sözen. Dem bisherigen Ersatztorwart Andreas Lengs soll ein neues Vertragsangebot vorliegen.

Nach dem Ausscheiden im Halbfinale des Bitburger Rheinlandpokals gegen den Sechstligisten TuS Mayen drücken den Klub zudem finanzielle Probleme. Nur als Cup-Gewinner und der damit verbundenen Qualifikation für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals hätte die Eintracht mit rund 150.000 Euro Zusatzeinnahmen rechnen können. Hinzu kommt, dass in der neuen Regionalliga Südwest keine Fernsehgelder mehr bezahlt werden. Damit fehlen dem Klub in der kommenden Spielzeit weitere 90.000 Euro im Etat. Rund ein Drittel des bisherigen Budgets für die erste Mannschaft muss somit anderweitig finanziert werden. (et)

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