Aktuelles Zeckenrisiko in RLP: Auwaldzecke bedroht Mensch und Tier

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Bildquelle: dpa-Archiv

REGION TRIER. Die Rheinland-Pfälzer müssen sich wieder vor Zecken in Acht nehmen. Die Saison gehe langsam los, sagte eine Sprecherin des Landesuntersuchungsamts in Koblenz. Zecken würden aktiv, sobald es mehrere Tage lang über sieben Grad warm sei, sagte die Sprecherin. Das bedeutet, dass die Zeckensaison nun langsam ins Rollen kommt.

Der Borreliose-Virus wird vor allem von Zecken übertragen. Galt früher der „Holzbock“ als Übeltäter, hat er jetzt durch die Auwaldzecke „Unterstützung“ bekommen und neben der Borreliose ist der FSME-Virus eine Ernst zu nehmende Gefahr bei Zecken-Bissen.

Die Borreliose-Erkrankung verläuft meist als sogenannte Wanderröte. Wird sie nicht behandelt, können auch Folgeerkrankungen wie Gelenkentzündungen oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Zecken wie die Auwaldzecke übertragen den selteneren FSME-Virus, der grippeartige Erkrankungen und in schweren Fällen Entzündungen des zentralen Nervensystems auslösen kann.

Sehr selten verläuft diese Erkrankung tödlich. Anders als gegen Borreliose kann man sich gegen FSME impfen lassen.

Wie erkennt man die Auwaldzecke? Beim genauen Hinschauen, erkennt man diese Zeckenart an ihrem hellen Rückenschild mit braunen Streifen. Die Weibchen weisen außerdem Tüpfelungen auf ihrem Rücken auf, die Männchen hingegen eine blaugraue Zeichnung. Deshalb nennen Experten die Auwaldzecke häufig auch Buntzecke. Zudem ist sie deutlich größer als die in Deutschland heimische Holzbock-Zecke. Auch auf Tiere ist der FSME-Virus übertragbar.

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