Erfolgreiche Zusammenarbeit von Bürgern und Polizei in der Region

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BITBURG. Im Monat März hat das beispielhafte Zusammenspiel zwischen Bürger und Polizei in direkt zwei Fällen zum Erfolg geführt. Nur durch die unmittelbaren Hinweise von aufmerksamen Zeugen per Notruf (110) konnten Straftaten aufgeklärt, weitere Straftaten verhindert und Tatverdächtige festgenommen werden.

Die Polizei in Bitburg bedankt sich für das umsichtige Verhalten der Zeugen. In den konkret in Bitburg aufgetretenen Fällen handelt es sich um das bundesweit bekannte Phänomen von sog. „reisenden Tätern“. Kriminelle, die zur Verübung von Straftaten ständig wechselnde Regionen aufsuchen und mit gezielten sowie ständig wechselnden Maschen Menschen um ihr Geld bringen. In dem ersten Fall wurde die Funkfernbedienung von Fahrzeugen mittels Störsender – auch „Jammer“ genannt – blockiert.

Sperrt ein Autofahrer sein Auto auf einem Parkplatz, beispielsweise vor einem Supermarkt, mit der Funkfernbedienung ab, so kann ein Krimineller mit einem „Jammer“ das Signal der Funkfernbedienung zur Zentralverriegelung des Autos unterbrechen und so verhindern, dass das Auto abgesperrt wird. Während der ahnungslose Auto-Besitzer seinen Erledigungen nachgeht, kann der Täter das Fahrzeug in aller Seelenruhe leerräumen. Besondere Sensibilität ist bei großen Parkplätzen wie vor Supermärkten geboten.

Die Polizei rät dazu, nach dem Absperren des Fahrzeuges per Funk auf die Klickgeräusche zu achten und auch noch einen Kontrollgriff durchzuführen. Zudem sollten keine Wertgegenstände im Auto gelagert werden. Das Auto ist kein Tresor. In einem weiteren Fall waren betrügerische Spendensammler vor einem Supermarkt und in der Fußgängerzone von Bitburg unterwegs. Die Masche der Täter ist im Prinzip immer gleich und funktioniert über ein geschicktes Ablenkungsmanöver. Die gängigste Methode ist, Passanten auf der Straße anzusprechen. Auch Einkaufszentren und Supermärkte sind beliebte Orte. Die sog. „Klemmbrett-Betrüger“ tauchen zumeist in kleinen Gruppen auf, von denen eine Person ein Klemmbrett mit einer Spendenliste bei sich trägt. Die Gruppe behauptet, für einen gemeinnützigen Zweck oder eine unbekannte Hilfsorganisation zu sammeln.

In der Regel stehen schon zwei bis drei gefälschte Eintragungen auf der Spendenliste, die den Anschein erwecken sollen, dass man nicht der Erste ist und stattdessen denkt, aha, da wird schon fleißig gespendet. Sobald ein Passant gefunden ist, der bereit ist zu spenden und seine Geldbörse aus der Tasche holt, wird er mit besagtem Klemmbrett abgelenkt, indem ihm das Formular erklärt oder er gebeten wird, seinen Namen auf die Liste zu schreiben. Diesen Moment der Ablenkung nutzt ein anderer Täter der Gruppe, um blitzschnell Geldscheine aus dem Portemonnaie des Opfers zu ziehen oder andere Wertgegenstände zu entwenden.

Die sog. „Klemmbrett-Betrüger“ halten in der Fußgängerzone bevorzugt nach älteren Menschen Ausschau, die grundsätzlich als spendenwilliger gelten und oft leichter abzulenken sind – prinzipiell kann es aber jeden treffen. Die Polizei bittet in vergleichbaren Fällen unmittelbar den Notruf (110) zu wählen. Die Beamten sind auf diese schnellen Hinweise angewiesen, um unmittelbare Maßnahmen einleiten zu können. Die beiden aufgeführten Beispiele belegen, dass es funktioniert. Weitere Informationen zum strategischen Ansatz „Bürger & Polizei“ finden Sie auf der Homepage der Polizei Rheinland-Pfalz, unter: https://www.polizei.rlp.de/de/die-polizei/projekte/buergerbeteiligung/

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