Volksfreund verliert

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TRIER. Der Trierische Volksfreund hat im vergangenen Jahr einen drastischen Einbruch bei den Abonnenten hinnehmen müssen. Laut ivw-Prüfung sank die Zahl der Bezieher zwischen Januar 2011 und Januar 2012 um 2,31 Prozent auf 84.711 (minus 2005).

In der Stadt Trier beziehen laut Prüfung nur noch 17.719 Abonnenten die einzige Tagespublikation der Region – und damit nur noch rund ein Drittel aller Trierer Haushalte. Hier fiel der Rückgang mit 2,33 Prozent sogar noch deutlicher als im Durchschnitt aus – trotz Freiexemplaren und Mehrfach-Abonnements von Behörden und anderen Organisationen.

Bereits im Jahr zuvor musste der Volksfreund einen Verlust von 672 Abonnenten hinnehmen. Somit verlor der TV in zwei Jahren 2677 Bezieher. Bei einer Zehn-Jahres-Hochrechnung ergibt sich ein Verlust von über 13.000 Abonnenten. Insider führen die klar rückläufige Zahlen nicht zuletzt auf das in den letzten Jahren gesunkene journalistische Niveau in vielen Ressorts zurück.

Punkten kann der TV noch dort, wo die Versorgung mit schnellem Internet weiterhin klemmt – in den ländlichen Gebieten von Eifel und Hunsrück. Aber auch die Altersstruktur der Leserschaft, die zunehmend vergreist, macht dem Heimatblatt bei der Auflage zu schaffen. (et)

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