Bundesumweltministerin Schulze gegen Laufzeitverlängerung für Cattenom

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Bildquelle: Justin Turpel

PARIS/REGION TRIER. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat sich bei ihrem Antrittsbesuch in Paris gegen eine Laufzeitverlängerung für das französische Atomkraftwerk Cattenom ausgesprochen.

«Unsere Position ist, dass es hier keine Laufzeitverlängerung geben soll über die Auslegungsdauer von 40 Jahren hinaus», sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag bei einem Treffen mit ihrem französischen Amtskollegen Nicolas Hulot.

Die 1986 ans Netz gegangene Anlage in Lothringen nicht weit von der deutschen Grenze steht in Deutschland seit Jahren wegen Sicherheitsbedenken in der Kritik. So streben das Saarland und Rheinland-Pfalz eine Stilllegung des Atomkraftwerks an.

Anders als für das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass hat Frankreich für Cattenom bislang keine Schließung zugesagt. Schulze sagte, sie habe bei ihrem Gespräch mit Hulot die Sorgen der deutschen Bevölkerung in der Grenzregion deutlich gemacht.

In Frankreich wird schon länger über eine Laufzeitverlängerung von Reaktoren über die Zeit von 40 Jahren hinaus nachgedacht, der Stromkonzern EDF hat dafür Milliardeninvestitionen angekündigt. Zugleich will das Land aber mittelfristig seine Abhängigkeit vom Atomstrom reduzieren – der Atom-Anteil am Strommix soll von mehr als 70 auf 50 Prozent sinken. Dafür könnten weitere Reaktoren abgeschaltet werden. Bislang ist aber unklar, wann und welche. Ursprünglich war das 50-Prozent-Ziel bis 2025 angesetzt, dies hatte die Pariser Regierung aber im vergangenen Jahr aufgegeben und noch kein neues Datum verkündet.

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