Totes Kita-Kind: Entscheidung über Anklage verzögert sich

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BAD BREISIG. Fast ein Jahr nach dem Tod eines Kleinkinds nahe einer Kita in Bad Breisig verzögert sich die Entscheidung über die Zulassung der Anklage gegen eine verantwortliche Mitarbeiterin weiter.

Nach einer ausführlichen Stellungnahme der Verteidigung und der Antwort der Staatsanwaltschaft Koblenz ordnete ein Strafrichter des Amtsgerichts Sinzig vorerst die Vernehmung mehrerer Zeugen an, wie Gerichtsdirektor Reinhold Hergarten am Dienstag mitteilte. „Das Ergebnis dieser Vernehmungen ist zunächst abzuwarten“, ergänzte er.

Die Anklage vom November 2017 wirft der verantwortlichen Kita-Mitarbeiterin vor, mit Fahrlässigkeit den Tod des dreijährigen Jungen verursacht zu haben. Das Kind habe am 8. Mai 2017 den Turnraum des Kindergartens „Regenbogen“ in einem unbeobachteten Moment verlassen und sei über den Personalflur, eine ungesicherte Außentür und einen Parkplatz in einen benachbarten privaten Garten mit einem Teich gelaufen. Dort sei der kleine Junge hineingefallen. Nach wenigen Minuten ohne Bewusstsein sei er zwar gefunden und wiederbelebt worden, später aber im Krankenhaus gestorben.

Laut Anklage soll die verantwortliche Mitarbeiterin unzureichende Anordnungen für die Aufsicht der Kinder gegeben haben. Es sei nicht ausgeschlossen gewesen, dass diese unerkannt in den Personalflur und ins Freie gelangen konnten. Der Tod des kleinen Jungen hatte Bad Breisig geschockt.

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