Staatsanwaltschaft Trier klagt Autofahrer nach tödlichem Unfall an

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TRIER/BERNKASTEL-KUES. Rund ein Jahr nach einem Unfall mit zwei toten Motorradfahrern an der Mosel hat die Staatsanwaltschaft Trier einen Autofahrer angeklagt. Sie wirft dem 35-Jährigen fahrlässige Tötung in zwei Fällen, fahrlässige Körperverletzung und eine Gefährdung des Straßenverkehrs vor.

Einem Sprecher der Behörde zufolge soll der Angeklagte im März 2017 mit einem getunten, nicht zugelassenen Wagen über die Bundesstraße bei Bernkastel-Kues gefahren sein. Als er mit seinem rund 430 PS-starken Auto die zwei Motorradfahrer habe überholen wollen, sei er ins Schleudern geraten und mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert.

Die beiden Motorradfahrer stießen dem Sprecher zufolge mit diesem entgegenkommenden Wagen zusammen und starben. Bei den Bikern handelte es sich um Vater und Sohn. Die Sozia auf einem der Motorradfahrer wurde demnach bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt. Das Amtsgericht Bernkastel-Kues wird nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

2 KOMMENTARE

  1. Das wurde aber auch Zeit. Da hätte schon längst etwas passieren müssen. Der Typ hätte schon längst lebenslänglich hinter Gittern gehört.

  2. Bei fahrlässiger Tötung kommt bestimmt kein lebenslänglich heraus, wenn man vorher nicht auffällig wurde könnte man sogar mit einer Bewährungsstrafe davon kommen, ob diese Strafe befriedigend für die Angehörigen der Opfer wäre,sicher nicht.
    Das war der strafrechtliche Teil,er hat auch mit einem zivilrechtlichen Verfahren zu rechnen, da das Fahrzeug nicht zugelassen war wird er wohl sämtliche Kosten tragen müssen

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