Ganz schwach! Eintracht verliert nächstes Heimspiel gegen ein “Kellerkind“

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TRIER. Eintracht Trier konnte die erste von zwei aufeinanderfolgenden englischen Wochen nicht mit dem erhofften Erfolgserlebnis abschließen: am heutigen Samstagnachmittag unterlag die Elf von Daniel Paulus einem starken und cleveren SV Gonsenheim völlig verdient mit 1:3.

Bei bestem Fußballwetter erlebten die Zuschauer im Moselstadion dabei zunächst eine durchaus muntere Anfangsphase: zwar konnten die Gäste aus dem Mainzer Stadtteil schon früh durch einige Standardsituationen auf sich aufmerksam machen (so sorgte ein Freistoß durch Eba Eba nach knapp fünf Minuten für Torgefahr), doch die hochkarätigeren Torgelegenheiten sollten den Hausherren vorbehalten sein: Biedermann konnte einen Abpraller nach Garnier-Kopfball nicht genau genug auf das von Maximilian Hinterkopf gehütete Tor der Gäste bringen (2.), kurze Zeit später verpasste Garnier eine flache Hereingabe von Kahyaoglu nur knapp.

In der Folge verflachte die Partie jedoch zusehends: die Eintracht hatte Probleme mit dem guten Stellungsspiel der Mainzer Verteidigung, konnte sich nur noch selten gefährliche Offensivaktionen erarbeiten und musste gleichzeitig aufpassen, nicht in Konter – immer wieder vorgetragen über den auffälligen Dalmeida – zu laufen. So war es nicht verwunderlich, das folgendes passierte: Konter über Halil Yilmaz, feiner Pass auf den agilen Stephane Eba Eba, sein Anspiel findet den freien Damir Bektasevic, der keine Mühe hat, Johannes München im Tor des SVE zu überwinden – das 0:1 (32.). Aufgrund der beschriebenen Spielanteile war das alles andere als unverdient. Am unter dem Strich gerechten Halbzeitstand konnte dann auch ein Kinscher-Freistoß mit anschließendem gefährlichem Kopfball von Biedermann, dessen Abnahme nur knapp am Pfosten vorbeistrich, nichts mehr ändern.

Trotz Personalwechsel (Brandscheid für Kinscher, Diefenbach für Bouzid) erwischte die Eintracht einen Kaltstart in die zweite Halbzeit: Dalmeida nutzte es eiskalt aus, dass Josef Cinar beim Anlaufen des Gegners kurz wegrutschte und lobte den Ball zum Entsetzen aller in den Winkel (46.) – die in der Pause gefassten Vorsätze waren binnen Sekunden ad acta gelegt. Die Ungenauigkeiten im Aufbauspiel wurden von den Gästen nun schonungslos offengelegt, zudem hatte die blau-schwarz-weiße Abwehrreihe schlicht und einfach kein Mittel gegen das schon angesprochene Duo Eba Eba / Dalmeida in der Tasche. Mit größtenteils langen Bällen wurde das Heil herbeigesehnt – meist jedoch ohne Erfolg. Es sollte aber noch schlimmer kommen: wieder ein schnell vorgetragener Konter, dieses Mal über den gerade erst eingewechselten Canizzo, der sieht den mitgelaufenen Abou Daya – die Entscheidung (81.). Daran sollte auch der Ehrentreffer durch Noutsos per Freistoß nichts mehr ändern (89.).

„Der Sieg für Gonsenheim geht absolut in Ordnung. Wir sind heute auf dem Zahnfleisch gegangen, einige sind körperlich einfach am Limit. Anders als gegen Saar 05 kann ich meiner Mannschaft heute wenig vorwerfen. Für uns ist jetzt ganz wichtig, dass wir uns sammeln und schauen, dass wir alle wieder auf ein gutes Fitnesslevel heben. Am Dienstag fahren wir nach Mechtersheim und treten dann hoffentlich wieder anders auf“, bilanzierte Eintracht-Cheftrainer Daniel Paulus nach Spielende.

Statistik

Tore: 0:1 Bektasevic (32.), 0:2 Dalmeida (46.), 0:3 Abou Daya (81.), 1:3 Noutsos (89.).

Eintracht Trier: München – Jakob, Maurer, Cinar, Bouzid (ab 46. Diefenbach) – Fischer, Kahyaoglu, Kinscher (ab 46. Brandscheid), Heinz (ab 59. Noutsos) – Biedermann, Garnier

SV Gonsenheim: Hinterkopf – Hermann, Eichbladt, M. Yilmaz – Ahlbach, Pennella, Bektasevic, Eba Eba (ab 80. Canizzo), Dalmeida (ab 89. Desousa Oelsner) – H. Yilmaz (ab 69. Abou Daya)

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