“Hackenberger Mühle“ in Saarbug – Die Mühlräder laufen wieder rund

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Bildquelle: Ewald Kölling

SAARBURG. In Saarburg gibt es zahlreiche Schätze aus der Vergangenheit. Diese Kulturgüter müssen erhalten und gepflegt werden. Seit heute laufen die Mühlräder des Mühlenmuseums „Hackenberger Mühle“ wieder ohne Probleme. Seit 2015 war die Funktion der Räder stark beeinträchtigt.

Bereits in 2017 haben die Stadt Saarburg und der Verein zur Förderung der Städtischen Museen (kurz: Museumsverein) Fachleute, versierte Handwerker und Mühlenkenner gesucht. Die gefundenen Spezialisten verfügen über die nötigen Kenntnisse, die alten Lager der Mühlräder zu erneuern. Es folgten neun Arbeitseinsätze der Ehrenamtler und städtischen Mitarbeiter mit mehr als 130 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Arbeiter erneuerten fünf der insgesamt sechs Lager der drei Mühlräder. Um auch in Zukunft die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, entwarfen die Arbeiter eine automatische Schmieranlage. Durch ihren Einsatz und einen Wetterschutz kann der Verschleiß der Mühlräder in Zukunft drastisch reduziert werden. Der Arbeitseinsatz gestaltete sich als teilweise schwierig und herausfordernd: Hochwasser, das Fehlen eines Gerüsts aufgrund des schlammigen Untergrunds und das schwere Gewicht der Mühlräder von mehr als einer Tonne verlangten Teamarbeit.

Die Materialkosten der Erneuerung liegen im hohen vierstelligen Bereich. Sie werden anteilig von der Stadt, dem Verein zur Förderung der Städtischen Museen und weiteren Sponsoren, wie dem Unterhaltungsverein Niederleuken und dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Saarburg, getragen.
Ewald Kölling, Vorsitzender des Museumsvereins sagt: „Mit viel ehrenamtlichem Engagement haben wir ein Wahrzeichen der Stadt Saarburg wieder in einen vorzeigbaren Zustand versetzt. Wir ruhen aber nicht sondern haben bereits das nächste Projekt in der Stadt gefunden, das wir demnächst bekannt machen werden.“

„Ich danke allen Helfern für diesen Kraftakt. In Saarburg und Umgebung gibt es viele bedeutende Kulturgüter, darunter die Burg, die Glockengießerei, das Amüseum, das Mühlenmuseum und die Klause in Kastel, die wir kontinuierlich pflegen, erhalten und neue Ideen für deren Nutzung entwickeln. Ich freue mich besonders darüber, dass sich die Saarburger und Saarburgerinnen diesen Kulturgütern so verbunden fühlen. Das ist die Grundlage zum Erhalt unseres attraktiven Stadtbildes“, fasst Bürgermeister Jürgen Dixius zusammen.

Über den Museumsverein
Der Verein zur Förderung der Städtischen Museen wurde 1995 vom damaligen Bürgermeister Franz-Josef Blatt und weiteren engagierten Bürgern gegründet. In den Anfangsjahren leisteten zuerst Hans-Werner Diwald und später Fritz Bojahr Pionierarbeit. Es wurde hauptsächlich Geld für Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten an der Hackenberger Mühle bereitgestellt. Der Verein unterstützte die Stadt Saarburg auch bei ihrem Vorhaben das ehemalige RWE-Gebäude in das Städtische Museum Amüseum umzugestalten. Im Jahr 2004 hat Jürgen Dixius die kommissarische Leitung des Vereins übernommen. Seit 2015 ist Ewald Kölling der Vorsitzende. Der Verein hat in den letzten Jahren immer wieder Projekte in den Städtischen Museen Amüseum, Museum Glockengießerei Mabilon und Mühlenmuseum mitfinanziert.

Über das Mühlenmuseum
Die „Hackenberger Mühle“ (heute Mühlenmuseum) stammt aus dem 13. Jahrhundert und umfasst drei hintereinander gestaffelte Mühlen. Bis zum Jahre 1974 wurde hier Getreide zu Mehl gemahlen. Mit Originalantrieben konnte täglich eine Tonne Mehl ausgestoßen werden. Im Keller der Mühle können die Besucher die vielen Zahnräder besichtigen, die durch den Lederriemen mit dem Mahlstuhl im oberen Geschoss verbunden waren. In den oberen Räumen sind verschiedene Mahlwerke und andere Geräte zu sehen, die aus den gemahlenen Getreidekörnern nach und nach immer feineres Mehl zutage förderten.

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