Warum Wein im Leben von Karl Marx eine große Rolle spielte

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Maximin von Schubert mit Figur von Karl Marx in der Weinlage Grünhaus Herrenberg.

Bildquelle: Harald Tittel / dpa-Archiv

TRIER. Karl Marx, vor 200 Jahren in Trier geborener Denker und Weltveränderer, hatte ein ganz besonderes Verhältnis zum Wein. Er war nicht nur kurzzeitig Miterbe des väterlichen Weinbergs in der Nähe von Trier, sondern wurde wegen des Elends der kleinen Weinbauern an der Mosel auch zum Gesellschaftskritiker.

«Der Wein hat Marx letztlich zum Kommunisten gemacht», sagt Jens Baumeister, Autor eines Buches zum Thema «Wie der Wein Karl Marx zum Kommunisten machte».

Marx habe gesehen, wie hohe Steuern, schlechte Verwaltung und politische Entscheidungen zum Niedergang vieler Familien geführt habe. So habe er sich über die Not der Moselwinzer erstmals mit wirtschaftlichen Fragen auseinandergesetzt, sagt der Kunsthistoriker und Weindozent. Und: Marx habe auch gerne und viel getrunken.

Den einstigen Weinberg der Familie Marx gibt es heute noch: Er liegt in Mertesdorf und gehört zum Weingut Maximin Grünhaus. «Er ist für uns immer noch etwas Besonderes», sagt Maximin von Schubert. Der Weinberg habe den Marxens fast 30 Jahre lang gehört.

In Trier wird am 5. Mai der 200. Geburtstag des bekanntesten Sohnes der Stadt groß gefeiert. Wie Marx zum Ökonomen wurde – dieses Kapitel wird auch in der rheinland-pfälzischen Landesausstellung zum runden Marx-Geburtstag im Stadtmuseum Simeonstift Trier behandelt.

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