“Kathedrale der Liebe“ – Guildo Horn und Band rocken Wallfahrtskirche in Klausen

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Bildquelle: Franz-Peter Wasser

KLAUSEN. Das Mitsing-Kirchenkonzert von Guildo Horn und seinen orthopädischen Strümpfen in der Wallfahrtskirche Klausen war schon seit Monaten ausverkauft: Innerhalb von nur 3 Stunden waren die 350 Karten für dieses besondere Konzert vergeben.

Am 16. März 2018 war es nun endlich soweit. Nach vielen organisatorischen Absprachen im Vorfeld des Konzerts, öffneten sich um 19 Uhr zum Einlass die Kirchentüren, für die 30 Meter lange Warteschlange. Am Eingang wurden Liederhefte an die Konzertbesucher verteilt, um auch für die letzte Textsicherheit bei dem Mitsingkonzert zu sorgen. Für das Konzert reisten neben den Fans aus der Region auch Konzertbesucher aus Köln und Hamburg an. Die ersten Fans waren schon eine Stunde vor Einlass vor der Kirchentür um ihrem Meister so nah wie möglich zu sein.

Für Guildo Horn und seine Band ist es das erste Mitsing-Kirchenkonzert in einer katholischen Kirche und entsprechend war die Vorfreude auf dieses Konzert auch besonders groß. Die Mutter von Guildo Horn und sein Sohn haben es sich nicht nehmen lassen auch dabei zu sein. Das Konzert wurde von zahlreichen Medienvertretern mitbegleitet und die häufig gestellte Frage von Guildo Horn war, ob ein Konzert in der Kirche anders als sonst. „Wenn man an Kirche denkt, denkt man immer an gewisse Wertigkeiten. Und ich werde dann gefragt: Weisst Du Dich überhaupt zu benehmen?“ antwortete Guildo Horn auf die Frage und fügte hinzu: „Schlager-Musik ist die Sprache der Liebe und deshalb passt sie auch sehr gut hier in diesen Ort.“ Als früherer Messdiener weiss er natürlich wie er sich in der Kirche benehmen hast.

Im Gespräch mit Pater Albert verriet Guildo Horn, dass er eine besondere indirekte Beziehung zum Wallfahrtsort Klausen hat: „Ich bin schon so häufig an Klausen vorbei gefahren und habe von der Autobahn die Kirche gesehen und denke dann immer an meinen Vater. Und jetzt hier zu sein ist einfach traumhaft. Mein Vater ist vor 50 Jahren nach Klausen gepilgert nach dem er seinen Ingenieur gemacht hat. Es war ein Traum von ihm nach Klausen zu pilgern.“

Wallfahrtsrektor Pater Albert Seul freut sich auch sehr auf das Konzert im Rahmen des Kulturprogramm und sagte: „Als Kölner bin ich bin natürlich sehr Schlager affin.“ Seit 5 Jahren organisiert die Wallfahrtskirche durch Ehrenamtliche das besondere Veranstaltungsprogramm „Kultur in der Wallfahrtskirche“. Gern zitiert Pater Albert ein Gemeindemitglied: „Früher (ohne das Kulturprogramm) war die Kirche trist und grau. Mit diesen Veranstaltungen kommt das bunte Leben in die Kirche.“
„Der Impuls für die Idee eines Konzerts in der Wallfahrtskirche Klausen kam durch ein Schlagergottesdienst von Guildo Horn in einer evangelischen Kirche in Köln im letzten Jahr.“ erzählt der ehrenamtliche Veranstaltungskoordinator Tobias Marenberg.

Guildo Horn erklärt seine Mission wie folgt: „Schlager Musik ist so wie eine Operette. Du gehst in ein Konzert rein und kannst für 2 Stunden abschalten und den Alltag vergessen. Das ist meine Aufgabe, die Leute da hin zu kriegen einfach mal an nichts zu denken und Spaß zu haben.“

Um 20:05 Uhr ist es dann soweit: Pater Albert Seul begrüßt die Besucher und verriet „Ich bin gerade zum Ehrenmitglied der Band ernannt worden.“ Danach kommt Guildo in vernebelter Kulisse mit dem Hochalter im Hintergrund zu den Fans und wird frenetisch empfangen und startet mit „Ti Amo“. Der Kirchenraum ist nicht ganz abgedunkelt und aus den Liederheften mit zu singen.

Sein Guitarist (Pruntz Phillip Kegelmann) stellt Guildo mit folgenden Worten vor „1998 hat er alles für Deutschland gegeben…“ und man hat das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist, denn Guildo Horn wirkt mit seinen 55 Jahren so frisch wie damals beim European Song Contest und präsentiert sich in Topform.
Mit „Ich find Schlager toll“ bringt Guildo seine Fans direkt mit dem zweiten Lied auf Betriebstemperatur und das Liederheft wird nur noch von wenigen Besuchern zum mit singen benötigt. Immer wieder geht Guildo Horn durch die Gänge der Wallfahrtskirche und sucht den Kontakt zu seinen Fans. Spätestens bei dem Lied „Wunder gibt es immer wieder“ wurde jedem Besucher klar, dass Schlagermusik auch ein Platz in der Kirche haben kann. Nach rund 50 Minuten gab es eine Pause, bei denen natürlich auch die traditionellen Nussecken nicht fehlen durften.

Nach der Pause war hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Plätzen und die ganze Kirche stand, sang und tanzte zur Schlagermusik. Bei „Er gehört zu mir“ spielt er ein Hand-Glocken-Solo und zeigte auch mehrfach Trommel Einlagen. Immer wieder hat Guildo Horn seine Fans gesanglich in das Konzert eingebunden, so dass das Konzert zu einem wirklichen Gemeinschaftserlebnis wurde.

Einen Titel hat Guildo Horn allerdings nicht gespielt: „Aber bitte mit Sahne“ – denn es ist ja auch Fastenzeit. Zudem verzichtet der Meister auf sein Ritual sich auch mal Oberkörperfrei zu präsentieren und zollte damit den Respekt vor dem Veranstaltungsraum der Kirche.

Natürlich durfte am Ende des Konzerts „Guildo hat Euch lieb“ nicht fehlen. Am Ende des Konzerts gab es dann auch noch mit „Danke für diesen schönen Abend“ ein Kirchenlied und mit „La-Li-Lu nur der Mann im Mond“ schickte der Meister dann die Zuschauer nach zwei Stunden vollem Einsatz nach Hause.
Nach dem Konzert war Guildo Horn und seine Band begeistert. „Es war ein großartiger Abend. Als Kind habe ich mich immer gefragt: Warum darf man in der Kirche nicht applaudieren. In Klausen darf man es.“ kommentierte Guildo Horn. Auf seiner Facebookseite bedankt er sich bei seinen Fans: „ Größtes Dankeschön für den himmlischen Abend in Klausen. Das schreit nach einem Rückspiel :-)“.

Auch von den Konzertbesuchern hörte man nur positive Rückmeldung und den Wunsch den Meister nochmals in der Wallfahrtskirche Klausen zu sehen.

„Es war ein super Konzert mit guter Stimmung und Texten die was mit der Kirche zu tun haben.“ resümierte Pater Albert Seul und fügte hinzu: „Es gab viele sehr gute Rückmeldungen und die Ermutigung mit solchen Veranstaltungen weiterzumachen und die Kirche weiter zu öffnen.“ Auch über die persönliche Begegnung mit Guildo Horn war er begeistert: „Ich habe Guildo Horn als nachdenklichen, aber zu gleich auch sehr positiven Menschen kennengelernt. Das Konzert war ganz anders als gedacht. Guildo hat sich gut auf die Kirche eingelassen und man hat auch gespürt, dass Guildo und Crew bewusst war, dass sie an einem besonderen Ort waren.“

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