Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 der Polizeiinspektion Trier: Erheblich weniger Straftaten

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Das Blaulicht auf einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/Archiv

TRIER. Der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion (PI) Trier, Herr Polizeidirektor Dietmar Braun, bewertet die gesunkene Zahl der erfassten Straftaten auf 13.042 positiv. Während in den vergangenen Jahren durch einen Anstieg im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Aufenthalts- und Asylrecht eine Steigerung der Fallzahlen zu verzeichnen war, fällt in 2017 durch einen starken Rückgang in dieser Deliktgruppe die Gesamtzahl der erfassten Straftaten deutlich niedriger aus. Ursächlich hierfür sind die rückläufigen Zuwandererzahlen, mit denen eine geringere Anzahl an Verstößen gegen das Ausländer-/Aufenthaltsgesetz einhergeht. Somit verzeichnet die PI Trier im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 6009 Straftaten.

Die im Vergleich zum Vorjahr auf 71,5 % gesunkene Aufklärungsquote (AQ) steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Rückgang dieser Deliktsgruppe, da diese Straftaten eine AQ von 100 % aufweisen und sich durch den niedrigeren Gesamtanteil in der Gesamtaufklärungsquote widerspiegeln.

Im Bereich der Rohheitsdelikte ist insgesamt ein Rückgang der Straftaten zu verzeichnen. Sowohl die Fallzahlen der einfachen Körperverletzungsdelikte als auch der gefährlichen Körperverletzungsdelikte sind zurückgegangen. Bei der gefährlichen Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen ist ein erfreulicher Rückgang um 40 Straftaten auf insgesamt 95 Fälle im Jahr 2017 zu verzeichnen. Gleichzeitig konnte die bereits hohe Aufklärungsquote noch einmal um 1,2 % auf 79,1 % gesteigert werden. Die Aufklärungsquote bei den sonstigen Körperverletzungen ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um 8,5 % gestiegen. Von 170 Delikten konnten in 146 Fällen die Täter ermittelt werden. Ebenso ist bei den einfachen Körperverletzungsdelikten ein Rückgang um 21 Fälle auf 1269 Taten festzustellen.

„Der Rückgang bei den Rohheitsdelikten ist unter anderem Ergebnis der starken Präsenz von Einsatzkräften bei größeren Veranstaltungen.“ Dietmar Braun bewertet den Rückgang in diesem Deliktbereich äußerst positiv.

Im Deliktsbereich der Diebstähle kann für die Ladendiebstähle ein Zuwachs der Straftaten um 14,8 % auf 1232 Taten festgestellt werden. Gleichzeitig liegt die Aufklärungsquote bei 94,3 %. Ein derartiger Anstieg kann unter anderem auf verstärkte Überwachungsmaßnahmen der Ladenbetreiber zurückzuführen sein, da auf diese Weise mehr begangene Straftaten aufgedeckt werden. In diesen Zahlen spiegelt sich zudem der Trend in der Deliktgruppe der einfachen Diebstähle wider, der im Vergleich zum Vorjahr auf 2853 Taten gestiegen ist. Positiv ist in diesem Zusammenhang die im Vergleich zum Vorjahr um 4 % höhere Aufklärungsquote bei den einfachen Diebstählen.

Bei den Diebstählen unter erschwerenden Umständen ist mit 1004 Fällen im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 26 Fällen festzustellen, im 5-Jahres Vergleich stellt dieser Wert aber den zweitniedrigsten dar.

Erfreulich ist der neuerliche Rückgang der sonstigen Straftaten, die unter anderem die Delikte Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Beleidigung umfassen. Im Jahr 2017 wurden 1078 Sachbeschädigungen aufgenommen, wohingegen dieser Wert im Vorjahr noch bei 1146 Straftaten lag. Prozentual stellt dies einen Rückgang um 5,9 % dar. Ähnlich verhält es sich bei der Untergruppe der Sachbeschädigung an Kraftfahrzeug. Der Rückgang auf 451 Straftaten stellt im 5-Jahres-Vergleich sogar einen Tiefstand dieser Deliktgruppe dar.

„In vielen Deliktsbereichen haben sich positive Entwicklungen auch in diesem Jahr fortgesetzt, indem die Fallzahlen gesenkt und die Aufklärungsquote gesteigert werden konnte. Das Ergebnis der engagierten und professionellen Arbeit der Polizeibeamtinnen und –beamten der PI Trier und der Polizeiwache Innenstadt, denen mein ausdrücklicher Dank gilt.“ Nicht vergessen möchte PD Dietmar Braun zudem die Bürgerinnen und Bürger, durch deren Mitwirken die Aufklärung vieler Straftaten ermöglicht oder unterstützt wurde.“

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