Kinderschutzbund vermisst Willen zur Armutsbekämpfung

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Drei Kinder halten ihr Taschengeld in den Händen.

Bildquelle: Foto: Patrick Seeger/Archiv

MAINZ. Vor Vereidigung der neuen Bundesregierung hat der Kinderschutzbund ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Kinderarmut gefordert. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD habe die Chance verpasst, den Kampf gegen Kinderarmut anzugehen, sagt der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Christian Zainhofer der Deutschen Presse-Agentur. «Es wird eher etwas für Besserverdienende getan als für Hartz-IV-Bezieher, das sehen wir kritisch.»

Ähnlich wie viele Sozialverbände fordert der Kinderschutzbund eine Kindergrundsicherung an Stelle der bestehenden kindesbezogenen Leistungen. «Es ist ein absolutes Unding, dass in einem Land, das Milliarden für Rüstung ausgeben kann, 2,7 Millionen Kinder in Armut leben oder von Armut bedroht sind», kritisiert Zainhofer. Bislang hätten Kinder in Armut meist nur die Aussicht, auch als Erwachsene ein Leben in Armut zu führen.

(dpa/lrs. – News)

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