Versteckte Energiefresser aufgespürt: Regionale Azubis ausgezeichnet

0
Das Bild zeigt die ausgezeichneten Azubis Mark Simon (l.) und Tobias Brand (2.v.r.) mit ihrem Projektbetreuer Günther Eberhart (2.v.l.) und Dr. Ingrid Vollmer, IHK Rheinhessen.

Bildquelle: ©Stefan F. Sämmer

TRIER. Die Energiepreise zählen in den Unternehmen zu den größten Kostentreibern. Immer mehr Betriebe investieren deshalb in Maßnahmen zu effizienterem Energieeinsatz und motivieren ihre Belegschaften zum sparsamen Umgang mit Ressourcen. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz sensibilisieren deshalb Auszubildende und bieten ihnen die Weiterbildung zum „IHK-Energie-Scout“ an.

Im Beisein des Staatssekretärs im rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt und Energie, Dr. Thomas Griese, zeichneten die IHKs am Mittwoch in Mainz herausragende Projektarbeiten aus. Vorne mit dabei war das Projekt der Auszubildenden Mark Simon und Tobias Brand der KBMT GmbH & Co. KG aus Trierweiler. Sie beschäftigten sich mit der Laufzeitoptimierung eines Hackers: Durch den Einbau einer Füllstand-Überwachung mit Zeitsteuerung konnte die Leerlaufzeit der Maschine erheblich verringert – und so Energie und Kosten gespart werden.

„Unsere mittelständischen Unternehmen sind wichtige Partner bei Energiewende und Klimaschutz. Viele rheinland-pfälzische Unternehmen gehören hier bereits zu Vorreitern. In den Betrieben schlummern aber noch zahlreiche unentdeckte Potenziale zur Effizienzsteigerung und zum Einsatz Erneuerbarer Energien. Das Projekt Energiescout führt Auszubildende frühzeitig an dieses Thema heran. Damit leistet es einen Beitrag, den Energieverbrauch und die Energiekosten nachhaltig zu senken“, sagte Staatssekretär Griese und dankte den Auszubildenden für ihr Engagement für den Klimaschutz.

Insgesamt 114 Auszubildende aus 36 Unternehmen haben die vier rheinland-pfälzischen IHKs 2018 zu Energie-Scouts weitergebildet. „Wir setzen bei den jungen Mitarbeitern an, um frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie zu fördern und den Betrieben zu helfen, nachhaltig Kosten einzusparen“, erklärt Karl-Wilhelm Faber, Vizepräsident der IHK für Rheinhessen.

Bei der Abschlussveranstaltung der IHK-Energie-Scouts 2018 präsentierten die Azubiteams ihre Projektarbeiten. Auf Plakaten stellten sie dar, welche Maßnahmen sie in ihren Betrieben zur Einsparung und zum effizienten Einsatz von Energie entwickelt oder optimiert haben. Das besondere Augenmerk der Besucher galt den acht besten Projekten. Aus diesen wählten eine Jury und das Publikum die drei Siegerprojekte aus, für die die Industrie- und Handelskammern ein Preisgeld von insgesamt 1800 Euro zur Verfügung stellten.

Die Preisträger sind:

1. Platz: Energie-Scouts von Magna Exteriors (Germany) GmbH, Idar-Oberstein
2. Platz: Energie-Scouts von Daimler AG, Wörth
3. Platz: Energie-Scouts von KBMT GmbH & Co. KG, Trierweiler

Unter den acht besten Projekten war die Region Trier gleich zweimal vertreten: Auch das Projekt eines Azubi-Teams der GKN Driveline Trier GmbH aus Trier konnte sich hier einreihen.

Bereits zum vierten Mal haben die IHKs in Rheinland-Pfalz diese kostenfreie Qualifikation angeboten, die sich aus zwei eintägigen Workshops und einer Projektarbeit im Unternehmen zusammensetzt. „Im praktischen Teil suchten die Auszubildenden ganz konkret nach versteckten Energiefressern in ihren Betrieben“, erläuterte Faber.

Die Ideen für die Unternehmensprojekte waren vielfältig und reichten von der Lokalisierung und Behebung von Druckluftleckagen über die Umrüstung auf energieeffiziente Beleuchtungssysteme bis hin zur optimierten Steuerung von Pumpen und Maschinen oder Aktionen zur Mitarbeitersensibilisierung. Die Nachfrage nach der Weiterbildung zum Energie-Scout ist weiterhin so groß, dass das Projekt im Herbst 2018 bereits zum fünften Mal stattfinden wird.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.