Sichtschutz-Wände gegen Gaffer! Pilotprojekt startet im Frühling

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Symbolbild

Bildquelle: Federico Gambarini/dpa

RLP. Ab Windstärke 5 können die neuen Sichtschutzwände gegen Gaffer nach Unfällen in Rheinland-Pfalz nicht mehr eingesetzt werden. Das teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Pilotprojekt auf viel befahrenen Autobahnen in der Pfalz und im Westerwald soll nach der Schulung von LBM-Mitarbeitern im Frühling starten.

Im Zeitalter der Smartphones fotografieren und filmen immer wieder Schaulustige Unfälle aus ihren Autos. Damit können sie Rettungskräfte und Verkehr behindern, Staus und zusätzliche Unfälle auslösen und Persönlichkeitsrechte verletzen.

Die an Bauzäune erinnernden Sichtschutzwände mit Stahlrohrrahmen und grüner Folie sind laut LBM an die Autobahnmeistereien Wattenheim an der A 6 und Heiligenroth an der A 3 ausgeliefert worden. «Aus Gründen der Handhabbarkeit und des Transports sind die Elemente nur 2,50 m lang. Jede Meisterei erhält somit einen Einsatzanhänger mit 100 Meter Sichtschutzwand, bestehend aus insgesamt 40 Elementen pro Einheit», erklärte LBM-Sprecherin Birgit Küppers. Die Kosten von 50 000 Euro pro Autobahnmeisterei trage der Bund.

Nur nach einer Anforderung der Polizei soll eine Sichtschutzwand binnen 100 Minuten an einer Unfallstelle stehen. Die Versorgung von Verletzten hat jedoch Vorrang. Für den Aufbau des Sichtschutzes werden laut Küppers etwa 20 Minuten veranschlagt. Verantwortlich dafür sei die Autobahnmeisterei. Den Aufbau könne aber auch die rascher präsente Feuerwehr übernehmen. Gedacht seien die Sichtschutzwände vor allem für die «Staureduzierung oder -vermeidung während der Bergung der Unfallfahrzeuge». Auch in anderen Ländern wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen werden sie bereits eingesetzt.

(dpa/lrs. – News)

4 KOMMENTARE

  1. Ich verspreche hiermit, dass ich keinem Unfall, bzw. möglichen Verletzten mehr Beachtung schenken werde, den Blick geradeaus und zügig meine Fahrt fortsetzend. Dann ist die Polizei sicher zufrieden mit mir!

  2. Sowas gibts wirklich nur in Deutschland, lächerlich, das kompliziert nur die Rettungsmassnahmen bei einem Unfall und erhöht das Risiko für die Verletzten und alle anderen Beteiligten, sehe schon wie die Rettungskräfte die die Verletzten wegtragen und die Strassenarbeiter die anrücken mit den Wänden sich gegenseitig im Wege stehen. Würde die Polizei sich hinstellen, jeden filmen der gafft und den Verkehr behindert und würde dann konsequent die Strafverfolgung umgesetzt mit zb min. 1000EUR und einem halben Jahr Fahrverbot, dann würde sich das schnell erledigen, aber die Lachjustiz hierzulande verfolgt nur GEZ-Verweigerer oder einfache Pizzabäcker die ein paar Euro an Steuern hinterziehen mit aller Härte des Gesetzes, sieht man auch bei dem jetzt aufgehobenen Urteil gegen die Raser von Berlin, die bei einem illegalen Autorennen einen Menschen ermordet haben, weil die Politik die von der Autoindustrie gesponsert wird will ja die Autofahrer nicht verprellen, sonst sinkt der Autoabsatz.

  3. Die Idee ist nicht schlecht. Jedoch sollten auch diese psysich kranken Sensations- u. fotografier-Süchtigen ermittelt werden und eine empfindliche Strafe – mindestens 3 Monate Fahrverbot z.B. – erhalten und dies unabhängig davon, ob sie selbst das Fahrzeug gesteuert haben, aus dem heraus sie fotografiert haben.
    Dazu wäre natürlich mehr Polizei erforderlich – aber diese Abschreckung könnten dies „Kranken“ zukünftig
    davon abhalten, auf Kosten der Verkehrsopfer ihre Sensationslust zu befriedigen.

  4. Die Idee von G.Fischbach würde ich unterstützen. Allein wie soll ein Nachweis geführt werden. Geht nur wenn der vorbeirollende Verkehr mittels Video dokumentiert wird. Aber wer soll das umsetzen bei einem Unfall?

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