Fräulein Mosel und der Sound of Riesling – Winzer präsentieren Neuheiten auf der ProWein 2018

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Bildquelle: Weinland Mosel

REGION TRIER/DÜSSELDORF. Wer den Sound of Riesling ergründen, Fräulein Mosel begegnen oder edelsüße Raritäten mit mehr als 40 Jahren Flaschenreife probieren möchte, sollte auf der Fachmesse ProWein in Düsseldorf (18. bis 20. März 2018) einen Besuch am Mosel-Stand in Halle 13 einplanen. Am Gemeinschaftsstand des größten Steillagenweinbaugebietes präsentieren etliche der 58 beteiligten Betriebe neue Produkte.

„Fräulein Mosel“ – auf Französisch „Mademoiselle Moselle“ – ist eine neue Kreation von Annette und Nick Köwerich aus Leiwen, die schon vor 18 Jahren mit ihrem trockenen Riesling Einblick No. 1 für Aufsehen sorgten. Zum inzwischen volljährigen „Einblick“, einem der Bestseller des Weingutes, gesellt sich nun als klassischer, fruchtsüßer Riesling-Kabinett das „Fräulein Mosel“.

Das Weingut Nikolaus Köwerich hat sich aber nicht nur mit kreativen Weinbezeichnungen einen Namen gemacht. Die reifen Rieslinge aus dem Hause Köwerich ernten seit Jahren höchste Auszeichnungen bei internationalen Weinwettbewerben. Just wurde die Köwericher Laurentiuslay Spätlese aus dem Jahrgang 2003 mit dem Titel „Best of Show Riesling sweet“ im Wettbewerb Mundus Vini ausgezeichnet.

Gereifte Ruwer-Rieslinge präsentiert das Dominikaner-Weingut von Nell-Breuning am Mosel-Stand. Dr. Carmen von Nell-Breuning lädt Fachbesucher zum Verkosten von Auslesen und Beerenauslesen aus der Monopollage „Kaseler Dominikanerberg“ aus den Spitzenjahrgängen 1971, 1976, 1989 und 1999 ein.

Für seine kreativen Wein-Schöpfungen ist auch der Bio-Winzer Christoph Koenen aus Minheim an der Mittelmosel bekannt. Nach dem „Leichten Möselchen“ und dem „Schiefertanz“ in den vergangenen Jahren ergänzt er sein Angebot nun um zwei Weine des neuen, künstlerisch gestalteten Labels „Sound of Riesling“. Es handelt sich um einen trocken und einen feinherben Riesling aus Spontangärung, die den Einstieg in das Sortiment bilden. Eine weitere Messeneuheit des Weingutes: Den Winzersekt „CK Riesling brut“ mit mehr als 18 Monaten Hefelager gibt es erstmals auch in der Magnumflasche.

Ein weiterer Bio-Betrieb am Mosel-Stand bringt drei neue Produkte mit zur Messe. Das Weingut Frank Brohl aus Pünderich stellt unter dem Namen „Ich bin Riesling“ ein 2017er Hochgewächs trocken vor, der Aushängeschild des Betriebs im Fachhandel werden soll. Die Trauben stammen aus den Pündericher und Reiler Lagen des Weingutes. Eine weitere Premiere ist der trockene Naturwein „Steinrausch“. Dieser durchgegorene Riesling aus hochwertigem Traubenmaterial durchläuft eine 14-tägige Maischegärung und reift bei wöchentlichem Aufrühren der Hefe acht Monate in Barriquefässern gelagert, bevor er ohne Filtration und mit sehr geringer Schwefelgabe abgefüllt wird. Dritte Messeneuheit von Frank Brohl ist ein Jahrgangssekt. Der 2015er Spätburgunder Blanc de Noir Brut wurde in der traditionellen Flaschengärung versektet und lagerte 18 Monate auf der Hefe.

Am Mosel-Stand präsentieren sich auch mehrere junge Talente erstmals dem Fachpublikum. Matthias Rauen vom Weingut Familie Rauen aus Thörnich an der Mittelmosel stellt seine Weine der „Fingerprint“-Linie vor. Die drei Rieslingweine „Hinkellay“, „vom Schieferfels“ und „Meilenstein“ in den Geschmacksrichtungen trocken, feinherb und fruchtsüß stammen aus der Steillage. Die selektionierten, vollreifen Trauben wurden per Hand gelesen und im alten Gewölbekeller von 1830 ausgebaut. Die spontane Gärung endete nach einigen Wochen in der jeweiligen Geschmacksrichtung.
Auf spontanvergorene Weine setzt auch Max Kilburg vom Weingut Geierslay aus Wintrich an der Mittelmosel. Auch dieser junge Winzer begibt sich erstmals als Aussteller auf das Parkett der ProWein und bringt Weine seiner eigenen Linie mit nach Düsseldorf: vom trockenen Riesling über klassischen fruchtsüßen Kabinett bis zum bemerkenswerten Pinot noir. Zu den neuen Gesichtern am Mosel-Stand zählen zudem Simon Geiben, Juniorchef des Traditonsweinguts Karlsmühle von der Ruwer, Nadine Herres-Singer vom Gut St. Laurentius in Leiwen und Gernot Kollmann vom Weingut Immich-Batterieberg in Enkirch.

Junge Mosel-Talente sind auch an anderer Stelle auf der ProWein anzutreffen. Am Stand der Generation Riesling stellen Oliver Platz und die ehemalige Mosel-Weinkönigin und Deutsche Weinprinzessin Nicole Kochan-Platz aus Lieser den Besuchern ihre neue PLATZlinie vor. Der Fokus liegt hier auf Spaß und Entspannung – Weine mit Trinkfluss in klarem Design: Vom „PLATZ an der Sonne“ (Rivaner trocken) über „LieblingsPLATZ“ (Riesling feinherb) bis zum „Plätzchen“ – einem Rosé Secco trocken im Piccolo-Format.

Am 500 Quadratmeter großen Mosel-Stand in Halle 13, der vom Moselwein e.V. in Trier in Kooperation mit dem Bernkasteler Ring, den MoselJüngern und dem Klitzekleinen Ring organisiert wird, präsentieren 58 Weinerzeuger und Sektmanufakturen von Mosel, Saar und Ruwer mehr als 600 Produkte. An der Verkostungstheke am Mosel-Stand werden acht Degustationsveranstaltungen geboten. Alle Aussteller und Veranstaltungstermine am Mosel-Stand gibt es auf der Internetseite www.weinland-mosel.de/aktuelles.

Etwa 40 weitere Weingüter und Kellereien von der Mosel sowie die Winzergenossenschaft Moselland eG sind mit eigenen Ständen auf der Messe vertreten. Insgesamt bieten auf der ProWein in den Hallen 13 und 14 mehr als 100 Unternehmen Produkte aus dem Weinanbaugebiet Mosel an. Die stärkste Konzentration von Mosel-Betrieben außerhalb des Gemeinschaftsstandes findet sich am VDP-Stand in Halle 14, wo rund 20 VDP-Betriebe von Mosel, Saar und Ruwer ausstellen.

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