Trierer Lichterfest 2018 – „Illuminale“ erstmals in einem Römerbau

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Ein Höhepunkt der Illuminale werden die Laser-Projektionen von Michael Sollinger. Für eine frühere Animation setzte er Stoffstücke eindrucksvoll in Szene

Bildquelle: TTM Trier

TRIER. In seiner neunten Auflage bietet das Illuminale-Festival auf Einladung der Trier Tourismus und Marketing GmbH (TTM) gleich mehrere Premieren: Es findet an zwei Tagen sowie vor und in einem Römerbau statt: Die Kaiserthermen einschließlich ihrer Kellergänge werden zusammen mit dem Palastgarten durch eine Laser- und Feuershow in Szene gesetzt.

Außerdem gestaltet mit Fabian Lasarzik erstmals ein Kurator das Programm am 28. und 29. September. Er machte sich unter anderem einen Namen als Ausstellungsleiter bei der Expo 2000 in Hannover und Leiter der Abteilung für Kunst und Kultur der früheren Zeche Zollverein in Essen, die mittlerweile zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.

Die TTM bereitet die Veranstaltung in enger Abstimmung mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) vor. „Ein ganz wichtiges Instrument für das Stadtmarketing ist immer das Inszenieren der Besonderheiten einer Stadt. Und das sind in Trier natürlich die römischen Bauten. Deshalb werden wir in diesem Jahr die Kaiserthermen künstlerisch illuminieren und auch in Zukunft das römische Erbe zum Thema der Illuminale machen“, betonte TTM-Geschäftsführer Norbert Käthler bei der Vorstellung des Programms und bedankte sich bei den zahlreichen Sponsoren für ihre Unterstützung.

Dr. Marcus Reuter, Leiter des Rheinischen Landesmuseums, nahm als Vertreter der GDKE an der Vorstellung des Programms teil. „Ich freue mich über die Kaiserthermen als Veranstaltungsort. Die künstlerische Inszenierung ermöglicht es den Besuchern, die römische Unesco-Welterbestätte sprichwörtlich in einem neuen Licht zu entdecken. Die Kaiserthermen sind als Ort lebendiger Geschichte ein idealer Standort für das Lichterfest“, betonte er.

Für Trier ist die Illuminale mit mehreren Tausend Besuchern nach Aussage von Kulturdezernent Thomas Schmitt mittlerweile eine der wichtigsten Freiluftveranstaltungen des Jahres. Zahlreiche Gäste hätten immer wieder den Wunsch geäußert, die römischen Bauten noch stärker in das Trierer Kulturprogramm einzubeziehen. Diesem Wunsch könne man jetzt auf eine attraktive und spektakuläre Art erfüllen. „Wir begrüßen es, dass die Veranstaltung auf zwei Tage verlängert wurde und danken der GDKE für die gute Zusammenarbeit und dem Land für die finanzielle Unterstützung“, so Schmitt.

Die Illuminale ist Teil des rheinland-pfälzischen Kultursommers 2018. Dessen Motto „Industriekultur“ ist der Leitfaden für das künstlerische Konzept. Kurator Lasarzik erläutert: „Wir präsentieren das Medium Licht nicht im üblichen Sinne herkömmlicher Lichtfestivals, sondern machen es greifbar und stellen es in den konkreten Bezug zum Ort und dem Thema. Ein Schwerpunkt wird Feuer sein: Als ursprünglichste Form künstlichen Lichts und Grundlage unserer Zivilisation und der späteren Industrialisierung als Wärmequelle. Die Energie des Feuers wussten schon die Römer in den antiken Thermen zu nutzen.“

Lasarzik konnte für das zweitägige Event mehrere bekannte Lichtkünstler gewinnen. So erarbeitet der Künstler und Feuerexperte Kain Karawahn mit 50 Oberstufenschülern ein Programm für die Kaiserthermen. Es soll an beiden Abenden „die Besucher an verschiedenen Stationen und bei Führungen in den Thermen sowie im Palastgarten buchstäblich befeuern“, so Lasarzik. Eine aktive Einbindung von Schulen, der Universität sowie der Hochschule ist nach Aussage von Käthler insgesamt ein zentrales Element der Illuminale.

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