Forschung belegt: Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist “Hot Spot“ für Wildkatzen

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Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Bildquelle: Foto: Thomas Frey/Archiv (dpa)

BIRKENFELD. Wissenschaftler haben den Nachweis gebracht, dass der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ein bedeutender Lebensraum für bedrohte Wildkatzen ist: Aktuelle Forschungsergebnisse belegen 102 Wildkatzen in dem rund 100 Quadratkilometer großen Gelände, wie das Nationalparkamt am Montagabend in Birkenfeld mitteilte. Der Park sei damit «deutschlandweit ein Hot-Spot» für die Wildtierart. 2017 hatte es dort erstmals ein systematisches Wildkatzen-Monitoring zur Zählung jener Tiere gegeben.

Dafür wurden im Nationalpark mit Baldriantinktur besprühte Holzpfähle aufgestellt. Der Geruch zog die seltenen und besonders geschützten Katzen an: Die Tiere rieben sich an den rund 270 Lockstöcken: Insgesamt seien so mehr als 600 Haarproben gesammelt worden, die genetisch zugeordnet worden seien.

Die Wildkatze sei «zu Recht» das Wappentier des Nationalparks im Südwesten Deutschlands. Die Forschungen belegten, dass der Park mitten im Hauptverbreitungsgebiet der Wildkatze in Deutschland liege. «Ein Netz von wichtigen Wanderkorridoren verläuft unmittelbar dort. Für das weltweite Überleben der Europäischen Wildkatze ist Rheinland-Pfalz in allerhöchstem Maße verantwortlich», sagte Charlotte Reutter vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Der erste Nationalpark von Rheinland-Pfalz und dem Saarland war im Mai 2015 eröffnet worden. Er trägt einen stilisierten Wildkatzen-Kopf im Logo und erstreckt sich zu rund 90 Prozent in Rheinland-Pfalz und zu etwa 10 Prozent im Saarland. Im gesamten Hunsrück wird die Zahl der Wildkatzen nach früheren Angaben auf 500 bis 1000 Exemplare geschätzt, bundesweit auf um die 6000.

(dpa/lrs. – News)

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