Premiere in der TuFA: “Der König stirbt“ – Eine Ode an die Vergänglichkeit

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TRIER. In einer sich immer schneller drehenden Welt sind die bewährten sicheren Fundamente, die bisher Halt boten, nur noch scheinbare Stützen. Das Einzige, auf das sich der moderne Mensch wirklich verlassen kann, sind die Unsicherheit und die damit einhergehende Absurdität des
Festhaltens von bislang Bestehendem.

„In anderthalb Stunden stirbst du. Am Ende der Vorstellung bist du tot.“ So leitet Margarete (Joya
Ghosh), die erste Frau des Königs (Michael Roller), den Loslassprozess ihres Mannes ein. Die Theatergruppe „Théâtre Gérard“ inszeniert in Ionescos Bühnenwerk „Der König stirbt“ die Auflösung
materiellen Lebens, exemplarisch verdeutlicht durch den Zerfall eines Königreichs und das Dahinscheiden einer königlichen Existenz.

Gemeinsam mit den Figuren innerhalb des Reichs, der zweiten Frau des Königs (Angela Seebach), der Ärztin und Sterndeuterin (Melanie Telle), der Wächterin (Elke Hennig) und Julchen, dem Dienstmädchen (Anna Lankes), erlebt der Zuschauer die verschiedenen Facetten, Sichtweisen, Bewältigungs- und Selbsttäuschungsstrategien der Vergänglichkeit.

Das Ableben, die Dekonzeptionalisierung des Königs, und die damit einhergehende Auflösung und Demaskierung des Königreichs stehen ebenfalls für die vielen Loslassprozesse, die ein Mensch in seinem Leben erfährt, damit etwas Neues entstehen kann.

DER AUTOR:
Eugène Ionesco war ein französisch-rumänischer Autor. Er gilt als bedeutendster französischer Dramatiker der Nachkriegszeit und als ein führender Vertreter des absurden Theaters. Ab den 1980er Jahren trat Ionesco auch als Maler hervor.

Das neu gegründete Ensemble Théâtre Gérard wird vom renommierten Satiricon Theater präsentiert.
Gemeinsam mit dem Ensemble führte Gerd Freyberg Regie. Premiere 8. März in der Tufa (Großer Saal)

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Weitere Aufführungen: 24.3. (kleiner Saal), 13.4., 18.4. und 26.4. 2018 statt.

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