Auswärtsfluch beendet! Gladiators siegen knapp in Karlsruhe

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TRIER. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier können auch außerhalb der Arena Trier gewinnen. Gegen die PS Karlsruhe LIONS gelingt den Moselstädtern ein knapper 86:84-Erfolg. Es war der erste Auswärtssieg seit Dezember letzten Jahres. Top-Scorer auf Trierer Seite war an diesem Samstagabend Jermaine Bucknor.

Während die Gladiatoren mit den knapp 50 mitgereisten Trierer Fans die Siegeshumba tanzten, fielen sich Löwenbändiger Marco van den Berg und Geschäftsführer Achim Schmitz in die Arme. Kurz zuvor hatten die RÖMERSTROM Gladiators Trier den dritten Auswärtssieg der Saison gegen die PS Karlsruhe Lions errungen. Doch ähnlich wie die letzten Spiele, machten es die Moselstädter wieder bis zum Schluss spannend.

Dabei begann die Partie für die Trierer gut. Dem Team von Marco van den Berg merkte man das Fehlen der Big Men Johannes Joos und Robert Nortmann zu Beginn kaum an. Die RÖMERSTROM Gladiators kreierten sich mit tollem Teamplay schnell freie Würfe. Vor allem einer war hellwach: Routinier Jermaine Bucknor sorgte für die ersten drei Korberfolge der Gäste in der Karlsruher Europahalle. Die LIONS hatten ihrerseits Schwierigkeiten mit dem schwungvollen Trierer Beginn. Vor allem Point Guard Richard Williams wurde stark attackiert und kassierte so bereits im ersten Viertel vier Turnover. Da die Gladiatoren auch die Distanzwürfe gut trafen, musste der Headcoach der Karlsruher Michael Mai früh im Spiel die erste Timeout nehmen (11:19). Das zeigte sich als wirkungsvolle Maßnahme. Auch weil Mai seinen Shooting Guard Craig Bradshaw aufs Parkett brachte. Der Amerikaner hatte den Gastgebern im letzten Spiel noch verletzungsbedingt gefehlt, war aber nun gegen die RÖMERSTROM Gladiators wieder mit von der Partie und sorgte für frischen Wind. Mit zwei starken Dreiern brachte er sein Team wieder ran, sodass Trier im ersten Viertel nur mit 22:19 führte.

Im zweiten Spielabschnitt dann wurde Karlsruhe immer stärker. Nun war auch das restliche Team in der Partie. Die Gastgeber, die ohne ihren verletzten Center Maurice Pluskota auskommen mussten, konnten nun immer wieder gegen die Trierer Zonenverteidigung punkten. Vor allem Roland Nyama zeigte sich in dieser Phase in bestechender Form. Der Shooting Guard traf sowohl aus der Distanz, war aber auch mit Zug zum Korb erfolgreich. Doch Trier hielt vor allem in der Offensive gut dagegen. Immer wieder waren es die Leader des Teams Jermaine Bucknor und Simon Schmitz, die die Gäste mit ihren Distanzwürfen im Spiel hielten. Verhindern konnten sie die erste Führung der Karlsruher jedoch nicht (31:29). Doch die Partie blieb eng. Auch weil Trier immer wieder mit schnellen Händen da war um die Angriffsbemühungen der Karlsruher zu unterbinden. Die LIONS hatten schon in der ersten Hälfte des Spiels zehn Turnover, die die Gladiatoren immer wieder für einfache Punkte nutzten. Ebenfalls wichtig in dieser Phase: Die Freiwürfe. Thomas Grün, der sich in den letzten Wochen unsicherer von der Linie gezeigt hatte, bewies in Karlsruhe Nerven und traf kurz vor der Pause drei seiner vier Freiwürfe und sicherte so die Pausenführung von 48:41 aus Trierer Sicht.

Nach der Halbzeit wurde die Partie hektischer. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams vor allem offensiv gute Quoten aufwiesen und defensiv stark gefordert wurden. Während die Gladiatoren die beiden Schlüsselspieler Jarelle Reischel, den van den Berg vor der Partie als einen der besten Small Forwards der Liga geadelt hatte, und Richard Williams gut im Griff hatten, lief der genese Craig Bradshaw heiß. Der Amerikaner traf nun Dreier aus den unmöglichsten Situationen, sowohl frei, als auch verteidigt, und avancierte so zum Top-Scorer seines Teams und am Ende mit 24 Punkten auch des ganzen Spiels. Doch am Ende reichte seine überragende Leistung an diesem Spieltag nicht aus um die RÖMERSTROM Gladiators Trier zu schlagen. Denn die stemmten sich nun kollektiv gegen die nächste Auswärtsniederlage. Dafür sprachen auch die 19 Assists, die das Team im gesamten Spiel sammelte. Acht alleine sicherte sich Kapitän Simon Schmitz, der ebenfalls wieder eine starke Partie zeigte. Gut auch Joos-Vertreter Luka Buntic. Der Big Men traf Mitte des dritten Viertels zwei wichtige Dreier (45:54) und krönte seine beste Saisonleistung am Ende mit sieben Punkten. Zum Ende des dritten Viertels setzte Stefan Ilzhöfer nochmal ein Zeichen mit einem tollen Dunking nach klasse Anspiel durch Kyle Dranginis. Zwar hatte Karlsruhe den Abstand wieder auf 62:64 verkürzt, doch Trier konnte die Führung mit ins letzte Viertel nehmen.

Dieses war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Führung wechselte nun immer wieder, doch keine Mannschaft konnte sich wirklich absetzen, sodass am Ende erneut ein Herzschlagfinish die Entscheidung bringen musste. Beim Stand von 86:84 für Trier hatte Karlsruhe noch 30 Sekunden auf der Uhr. Doch der Distanzwurf von Jarelle Reischel verfehlte sein Ziel und auch Orlando Parker schaffte es nicht den Buzzerbeater im Korb zu versenken. Somit schaffte Trier den dritten Auswärtssieg der Saison gegen die PS Karlsruhe LIONS.

Das nächste Spiel steht für die Gladiatoren bereits am Freitag, den 02.03.2018 an. Dann trifft das Team von Marco van den Berg in der Arena Trier auf das TEAM EHINGEN URSPRING.

Stimme:

Marco van den Berg:

„Wir können stolz sein darauf, dass wir das drittbeste Team der 2. Basketball-Bundesliga, der meiner Ansicht nach auch ein BBL-Anwärter ist, heute geschlagen haben. Wir sind als Kollektiv enger zusammengewachsen und haben gute Moral bewiesen. Natürlich haben wir am Ende auch etwas Glück, es hätte auch andersrum ausgehen können. Aber jetzt können wir uns erstmal über diesen Sieg freuen.“

Statistiken:

Justin Alston (5), Kyle Dranginis (10), Kevin Smit (4), Jermaine Bucknor (19), Simon Schmitz (16), Thomas Grün (9), Stefan Ilzhöfer (4), Luka Buntic (7), Anton Shoutvin (12).

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