Kopfgeld auf Wildschweine! Landkreis zahlt ABSCHUSS-PRÄMIE für Jäger

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Symbolfoto

Bildquelle: Wikipedia

BAD KREUZNACH. Im Landkreis Bad Kreuznach bekommen Jäger im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest fortan für jeden erlegten Wildschwein-Frischling mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm zehn Euro. «Wir erkennen damit die Arbeit der Jäger an, auf die wir angewiesen sind», sagte Landrätin Bettina Dickes (CDU) am Dienstag. Ein Gewinn könne mit der Prämie nicht erzielt werden. «Das wird es mit uns auch nicht geben.» Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Auch der Rhein-Lahn-Kreis verspricht Jägern eine Prämie. Seit 1. Februar bekommen sie dort zehn Euro für das Erlegen und Kennzeichnen von Frischlingen mit einem Gewicht bis zu 30 Kilogramm sowie für eine Probenentnahme. Das Umweltministerium in Mainz zahlt Jägern eine Prämie von 50 Euro für die Untersuchung von Fallwild. Das sind solche Wildschweine, die nicht von Jägern erlegt wurden oder verunfallt sind, sondern auf sonstige Weise zu Tode kamen. Die Untersuchung der Tiere spielt laut Ministerium für die Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest eine besonders große Rolle.

Die Afrikanische Schweinepest hat sich von Russland, der Ukraine und Weißrussland aus in die baltischen Länder ausgebreitet. Auch in Tschechien und in Polen wurde der Erreger schon gefunden. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Tierseuche in Deutschland ausbreche, sagte ein Sprecher des Landesuntersuchungsamtes in Koblenz. Die Jagdprämie sei ein Weg, dem Ausbruch entgegenzuwirken. Das Virus ist für Menschen ungefährlich, bei Haus- und Wildschweinen verläuft die Erkrankung fast immer tödlich.

(dpa/lrs. – News)

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