Mutmaßlicher Vergewaltiger soll Tat angekündigt haben

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Bildquelle: dpa-Archiv

DIEZ. Der inhaftierte mutmaßliche Vergewaltiger seiner ihn besuchenden Ehefrau im Gefängnis in Diez hat nach SWR-Recherchen womöglich schon zuvor eine Gewalttat angekündigt.

Damit wären Mitarbeiter und Mitgefangene vorgewarnt gewesen. Das teilte der Sender am Mittwoch mit. Der wegen Mordes verurteilte Gefangene soll am 2. November 2017 in der Spielecke des Gefängnis-Besuchsraums seine Frau mit einer Scherbe und dem Kopf eines Einwegrasierers verletzt und vergewaltigt haben – im Beisein ihrer zwei kleinen Kinder.

Ein Mitgefangener schrieb dem SWR nach dessen Angaben: «Im Vorfeld hatte er in einer Gruppe mit der zuständigen Sozialarbeiterin angekündigt, seine Frau «weg zu machen», wenn sie sich von ihm trennt. Trotz Anrufs der Frau des Gefangenen bei der Sozialarbeiterin wurde diese (die Ehefrau) ermuntert, das letzte finale Gespräch mit ihrem Mann am offenen Tisch zu führen.» Zudem seien vier bis sechs Wochen vor der Vergewaltigung die gleichen Tatwerkzeuge in der Herrentoilette des Besucherraums gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz bestätigte dem SWR und der Deutschen Presse-Agentur die Aussage eines Mitgefangenen, er habe von einer Äußerung des Beschuldigten gehört, wonach dieser sich an seiner Frau im Falle einer Trennung rächen werde.

Die Gefängnisleitung war vorerst nicht zu erreichen, wollte sich aber laut SWR wegen der noch laufenden Ermittlungen auch nicht äußern.

(dpa/lrs. – News)

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