An der Mosel: Ex-Bunker der Bundesbank soll künftig Übernachtungen bieten

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Das Ehepaar Reuter steht an einer Panzertür im Ex-Bundesbank-Bunker.

Bildquelle: Foto: Thomas Frey/Archiv

COCHEM. Zeitreise in den Kalten Krieg: Im Ex-Geheimbunker der Deutschen Bundesbank in Cochem an der Mosel sollen künftig Übernachtungen möglich sein. Das ist der Plan der Eigentümer Petra und Manfred Reuter, die das Bauwerk in ein Museum verwandelt haben.

«Wir würden das als ungewöhnliche beziehungsweise unvergessliche Übernachtung gerne wagen: Schlafen im Bunker in Etagenbetten abseits von jeglichem Luxus, mit Geschichten und Betreuung vom Gästeführer und als Essen «EPas» (Einmannpackungen der Bundeswehr) von 17 bis 10 Uhr für Gruppen bis 28 Personen», erklärt Petra Reuter. Für Banken, Firmen und sonstige Gruppen könne das eine gute Teamerfahrung sein. Realistisch sei ein Start aber erst in der Saison 2019.

In dem getarnten Bunker in einem Wohngebiet hatten sich im Kalten Krieg bis unter die Decke 15 Milliarden D-Mark einer geheimen Ersatzwährung gestapelt. Meterdicke Betonwände, gepanzerte Zwischentüren, Gitterboxen mit Schlössern: Hier hatte die Bundesbank unter dem Eindruck von sowjetischer Bedrohung, Mauerbau und Kubakrise ihre Notstandswährung versteckt.

Die Vorderseite der Scheine wirkt vertraut, nicht aber die Rückseite mit geometrischen Figuren und anderen Farben. In einem Krieg, bei einer Hyperinflation oder einer Falschgeldflut aus dem Ostblock wollte die Bundesregierung zahlungsfähig bleiben. Seit fast zwei Jahren ist der Bunker ein Museum. Petra Reuter spricht von bislang rund 30 000 Besuchern.

(dpa/lrs. – News)

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