Brennende Scheune: Bürger beschwert sich über Feuerwehrlärm

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Bildquelle: Daniel Bockwoldt/ dpa Archiv

BAD KREUZNACH. Weil ihm die Martinshörner zu laut waren, hat sich ein Bürger bei der Freiwilligen Feuerwehr aus Bad Kreuznach beschwert. Diese war nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag zu einem Einsatz unterwegs, um einen Scheunenbrand zu löschen.

Die Feuerwehr regierte mit Unverständnis auf den Anrufer. Schließlich hätten auch die Einsatzkräfte ihre Nachtruhe opfern müssen – wie so oft in ihrem Leben. Nur wenn sie mit Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn fahren, könnten sie von ihrem Wegerecht Gebrauch machen.

Den Scheunenbrand, den einer ihrer Kameraden gemeldet hatte, konnten die Einsatzkräfte löschen. Die Flammen seien im offenen Dachstuhl der Scheune ausgebrochen. Niemand sei verletzt worden. Auch die Tiere seien unversehrt geblieben. Die Feuerwehr habe das Feuer eingedämmt, die Scheune ausgeräumt und Glutnester abgelöscht. Nach etwa fünf Stunden sei der Großteil der Einsatzkräfte abgerückt.

(dpa/lrs. – News)

3 KOMMENTARE

  1. Dazu fällt mir nur das ein:

    Die Idioten von der Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen

    Stellen Sie sich bitte einmal vor, dass Sie an einer Hauptverkehrsstrasse wohnen. Nachts um drei Uhr fährt – mit Tatü Tata – die Feuerwehr, der Rettungsdienst oder das THW mit ihren größtenteils freiwilligen und somit „unbezahlbaren“ Helfern an Ihrem Haus vorbei. Sie werden wach und denken entweder:

    Hoffentlich kommen die noch rechtzeitig!

    oder:

    Naja, nach §35StVO müssen die ja mit Blaulicht und Martinshorn fahren!

    oder (am wahrscheinlichsten) :

    Müssen die Idioten wieder so einen Krach machen?

    Aber haben Sie auch schon einmal daran gedacht, dass diese Idioten vor fünf Minuten noch genauso friedlich in ihrem Bett schlummerten wie Sie? Dass diese Idioten auch um sechs Uhr früh wieder raus müssen, wie Sie?

    Aber:

    dass diese Idioten, wenn sie nach zwei oder drei Stunden wieder ins Bett fallen sowieso nicht mehr schlafen können, weil man halt nicht so gut schläft, wenn man gerade einen Menschen aus einem brennenden Haus oder verunfalltem Fahrzeug gerettet hat!

    Aber wahrscheinlich werden Sie gar nicht wach, weil unser Fahrer aus Rücksicht auf Sie trotz §35StVO das Martinshorn auslassen, oder weil Sie nicht an einer Hauptverkehrsstrasse wohnen. Dann haben Sie eben Glück und brauchen sich nicht über die „Idioten“ von den Hilfsorganisationen aufregen. Außerdem denken die inzwischen schon selbst:

    Warum mach ich Idiot das eigentlich?

    • ALSO :

      IN DEM BERICHT WURDE NIE DAS WORT IDIOT ERWÄHNT, AUCH NICHT VON DEM ANRUFER.NUR VON O.

      DIE FEUERWEHR MUSS RAUS, DAS IST IHR JOB.AUCH DIE FREIWILLIGEN,SONST SIND SIE DAFÜR NICHT GEEIGNET.
      ICH GLAUBE ABER NICHT, DASS DIE FEUERWEHRLEUTE DIE SIRENEN WEITER HEULEN LASSEN, NUR AUS TROTZ WEIL ANDERE MENSCHEN WEITER SCHLAFEN KÖNNEN.

      AN DER UNFALLSTELLE ANGETROFFEN, MUSS KEIN MARTINSHORN MEHR ERSCHALLEN, BLAULICHT REICHT DANN AUS.
      ES SEI DENN, DER ANRUFER FÜHLTE SICH GESTÖRT AN DEM MARTINSHORN, ALS ER DEM FEUERWEHRWAGEN FOLGTE 🙂

      GRUß
      GUIDO E. (FA)

  2. Im Vergleich zu der Situation in anderen Ländern hat das deutsche „Tatü“ ein paar Nachteile: es ist aufgrund der eher ungerichteten Abstrahlung besser dazu geeignet, den „halben Landkreis“ zu informieren, statt gezielt „den Weg freizumachen“. Zudem ist es im vorausfahrenden Auto aufgrund von Frequenz und „Melodie“ vergleichsweise schlecht zu hören. Aber, auch wenn es wirkungsvollere/gerichtetere Signalisierungssysteme gibt, laut sind sie allemal und aufgrund ihrer Wichtigkeit immer hinzunehmen.

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