Verlustreiche Jahre: Bistum Trier will sich neu aufstellen

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TRIER. Nach mehreren tiefroten Jahresabschlüssen will sich das Bistum Trier strategisch neu aufstellen. Im Rahmen der Umsetzung der Synodenbeschlüsse solle nun geschaut werden, «wo unsere eigentlichen Schwerpunkte als Kirche sind», sagte Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg am Mittwoch in Trier.

Dies bedeute auch, dass «kirchliche Angebote und Leistungen» kritisch betrachtet würden. Noch seien keine konkreten Maßnahmen für das Haushaltssicherungskonzept beschlossen worden, das «deutlich mehr als ein Kostensenkungsplan» sei, betonte von Plettenberg. Ziel sei es, im Jahr 2024 wieder einen ausgeglichenen Haushaltsplan vorlegen zu können.

Für das laufende Haushaltsjahr rechnet das Bistum mit einem Defizit von 28,8 Millionen Euro. Hauptgrund sei eine weitere Aufstockung der Rückstellungen für Pensionen und Beihilfe, die aufgrund der niedrigen Zinsen notwendig geworden sei. Das Jahr 2016 hatte das Bistum mit einem Verlust von 10,2 Millionen Euro abgeschlossen.

Dadurch sei das Eigenkapital weiter gesunken – auf dann 362 Millionen Euro. Auch die Jahre seit 2013 waren im Minus. Zum Bistum Trier gehören knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

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