Gladiators Trier gehen bei den Baunach Young Pikes zum Schluss unter

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Nach den tollen Siegen in der Arena Trier gegen die Spitzengruppe der Liga müssen die RÖMERSTROM Gladiators einen herben Rückschlag im Kampf um die Playoffs hinnehmen. Bei den Baunach Young Pikes gingen die RÖMERSTROM Gladiators Trier mit 103:82 baden. Top Scorer auf Trierer Seite war Johannes Joos mit 26 Punkten.

In der Fremde will es einfach nicht funktionieren. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier leisten sich nach einer schwachen Leistung erneut eine deutliche Auswärtsniederlage. Vor allem im letzten Viertel ließen die Gladiatoren zu viele einfache Punkte der Baunach Young Pikes zu und konnten so das bis dahin recht knappe Spiel nicht mehr drehen. Stattdessen sorgte die Auswärtsfahrt erneut für Ernüchterung.

Dabei ging es eigentlich gut los. Trier kommt mit Schwung aus der Kabine und konnte in den ersten Minuten schnell mit 0:6 aus Sicht der Gastgeber in Führung gehen. Vor allem Johannes Joos setzte sich zweimal stark unter dem Korb durch. Doch schon zu Spielbeginn schlichen sich immer wieder Fehler bei den Gästen ein. Mit zwei Turnover brachten die RÖMERSTROM Gladiators die Baunach Young Pikes selbst ins Spiel. Der starke Louis Olinde und Point Guard William McDowell-White führten nun das Team an und konnten ausgleichen. Von dort an entwickelte sich ein umkämpftes, foulgeprägtes Spiel, dass sich in den ersten acht Minuten auf Augenhöhe gestaltete. Bei Trier blieb weiter vor allem Johannes Joos ein Aktivposten, bei Baunach gesellte sich zu den beiden erwähnten Spielern noch Shooting Guard Henri Drell hinzu. Der 17-jährige machte insgesamt eine überragende Partie und war mit 22 Punkten am Ende Top-Scorer seiner Mannschaft. Dank Drell, der zum Ende des ersten Viertels neun Punkte in Folge erzielte, gehen die Young Pikes mit einer verdienten Führung von 30:25 in die Viertelpause.

Von dort an entwickelt sich das Spiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators. Sie verursachten in der gesamten ersten Hälfte acht Turnover und fanden in der Verteidigung selten Zugriff. Baunach konnte die Führung mit starken Wurfquoten stetig ausbauen, während Trier vor allem die Dreier zu wenig trifft. Nur 29 % der Distanzwürfe fanden in der ersten Halbzeit ihr Ziel. Bei den Gastgebern waren es derweil 56 %. Doch nicht nur deshalb war die 48:39-Führung zur Pause für die Hausherren verdient. Die Gladiatoren hatten große Lücken in der Defense und ließen die beiden Guards des Bamberger Farmteams McDowell-White und Christopher Fowler das Spiel organisieren. Mit einem Henri Drell on fire, der bis zur Pause 11 Punkte erzielte und einem gut aufgelegten Big Man Eddy Edigin Jr. in der Offensive, waren die Hechte in dieser Phase des Spiels den Gladiatoren immer überlegen. Auch wenn Power Forward Johannes Joos weiterhin ein gutes Spiel machte und auch Kyle Dranginis bemüht war den Rückstand knapp zu halten.

Nach der Pause keimte bei den mitgereisten Trierer Fans Hoffnung auf. Denn wieder kamen die Gladiatoren gut aus der Kabine. Schnell erzielten sie sechs Punkte und als Kyle Dranginis seinen dritten Dreier im Spiel versenkte, war die Partie plötzlich völlig offen (50:48). Doch wieder war es der überragende Baunacher Henri Drell, der sein Team in dieser Phase im Spiel hielt. Erneut erzielte der Shooting Guard mit teils wilden Würfen zehn Punkte in Folge und sicherte den Pikes somit weiterhin die Führung. Die Moselstädter hatten ihrerseits mit Foul-Problemen zu kämpfen. Die Big Men Robert Nortmann und Anton Shoutvin holten sich ihr viertes, bzw. drittes Foul ab und waren somit für die entscheidende Phase des Spiels benachteiligt. Der Gastgeber aus Bamberg zeigte sich dazu sicher von der Freiwurflinie. Auch das erwies sich als Faktor dafür, dass Trier auch im dritten Viertel das Spiel nicht enger gestalten konnte. Ebenfalls ein Grund: Hechte-Routinier Rob Ferguson. Der 32-jährige drehte in diesem Spielabschnitt auf und erzielte acht seiner insgesamt elf Punkte. Mit einem 72:62 ging die Partie ins letzte Viertel.

Und dort ist die Geschichte recht schnell erzählt. Trier konnte dank Johannes Joos und Kyle Dranginis wieder kurz zu Baunach aufschließen (75:69), doch der Eindruck, man könne das Spiel tatsächlich drehen, stellte sich zu keinem Zeitpunkt ein. Mehr noch schien es so, als hätten die Gladiatoren das Verteidigen nun vollständig eingestellt. Viel zu einfach konnte der Gastgeber Sprungwürfe, Layups und Dreier treffen. Selten schafften es die Gäste einen Angriff der Hechte ohne Foul zu stoppen. Die Folge: Mit Anton Shoutvin und Robert Nortmann schieden gleich zwei Big Men im letzten Viertel mit fünf Fouls aus dem Spiel aus. Zwar konnte Johannes Joos nach 35 Minute mit einem sehenswerten Dunk nochmal ein Ausrufezeichen setzen, doch es war das letzte Aufbäumen einer Trierer Mannschaft die zu diesem Zeitpunkt den Glauben an einen Auswärtssieg schon aufgegeben zu haben schien. Nun liefen auch Tibor Taras und Louis Olinde im Dress der Baunach Young Pikes heiß und machten mit einem 15:0-Lauf zum Schluss den deutlichen, aber verdienten Heimsieg für das Farmteam des Bundesligisten Bamberg perfekt. Erneut verlieren die RÖMERSTROM Gladiators Trier gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel auswärts.

Nun müssen die Gladiatoren im nächsten Heimspiel gegen die Uni Baskets Paderborn wieder eine deutliche Auswärtsniederlage vergessen machen. Zeit dafür bleibt eine Trainingswoche. Denn schon am 03. Februar erwarten die Moselstädter das Team von der Pader in der heimischen Arena Trier.

Statistik:

Kyle Dranginis (18), Kevin Smit (2), Jermaine Bucknor (9), Rupert Hennen, Lucien Schmikale, Simon Schmitz (8), Thomas Grün (9), Stefan Ilzhöfer, Johannes Joos (26), Robert Nortmann, Anton Shoutvin (10).

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