In Kandel wird einen Monat nach Mias Tod wieder demonstriert

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Zwei Handflächen und eine Rose liegen in Kandel (Rheinland-Pfalz).

Bildquelle: Foto: Andreas Arnold/Archiv (dpa)

KANDEL. Gut einen Monat nach dem gewaltsamen Tod der 15-jährigen Mia in Kandel stellt sich der südpfälzische Ort erneut auf zwei Demonstrationen ein. Für heute plant das «Frauenbündnis Kandel» unter dem Motto «Sicherheit für uns und unsere Kinder» einen Demonstrationszug, der von dem Drogeriemarkt, in dem Mia getötet wurde, durch die Stadt zum Marktplatz führt. Nach Angaben der Kreisverwaltung Germersheim haben die Organisatoren die Zahl von 150 bis 200 Teilnehmern genannt. Auf den betroffenen Straßen wird mit Verkehrsbehinderungen gerechnet.

Das «Aktionsbündnis Aufstehen gegen Rassismus» veranstaltet eine Demonstration auf dem Marktplatz, zu der offiziell 60 bis 90 Teilnehmer erwartet werden.

Ein Polizeisprecher sagte in Landau, man rechne mit einem «normalen Aufkommen». Womit tatsächlich zu rechnen sei, wisse man aber nicht genau. Die Polizei versuche, einen ordnungsgemäßen Verlauf zu garantieren.

Mia war am 27. Dezember in dem Drogeriemarkt erstochen worden. Der mutmaßliche Täter, der nach offiziellen Angaben ebenfalls 15 ist, war ihr Ex-Freund, ein afghanischer Flüchtling. Sie hatte ihn angezeigt, weil er ihr gedroht haben soll.

(dpa/lrs. – News)

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