Aufgepasst! Neuplanung des Busnetzes in der gesamten Großregion – Das wird sich ändern

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Bildquelle: Wikipedia

TRIER. Mehr Verbindungen, bequemere Umstiege und moderne Fahrzeuge. Der öffentliche Personennahverkehr im VRT wird sich in den kommenden Jahren von Grund auf ändern. Das ist das Ergebnis des Gemeinschaftsprojekts „ÖPNV-Konzept Rheinland-Pfalz Nord“. Los geht’s im VRT-Gebiet ab Dezember 2018 in der östlichen Vulkaneifel.

Demographischer Wandel und sinkende Schülerzahlen sorgen gerade in ländlichen Regionen für akuten Handlungsbedarf. Der Grund: Die zuständigen Verkehrsunternehmen können nachfrageschwache Linien aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr regelmäßig anbieten. Das hat zur Folge, dass das Angebot zunehmend reduziert wird. Um dieser Situation entgegenzuwirken, hat der Zweckverband VRT in einem partnerschaftlichen Projekt gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW), dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) sowie den benachbarten Verkehrsverbünden Region Mosel (VRM) und Rhein-Nahe (RNN) das „ÖPNV-Konzept Rheinland-Pfalz Nord“ auf den Weg gebracht.

Das wird sich ändern

Engmaschig, regelmäßig, aufeinander abgestimmt – das Busangebot besteht zukünftig aus Hauptlinien, die auf den Schienenverkehr abgestimmt sind, Knotenpunkte und zentrale Orte verbinden, sowie aus Ergänzungslinien, die alle weiteren Ortsgemeinden ab ca. 200 Einwohnern erschließen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine bessere Anbindung zwischen Ortsgemeinden und Städten, ein regelmäßiger Takt, der ein komfortables Umsteigen sichert, sowie ein ergänzendes Rufbus-System, das auf Anruf Mobilität auch in den ländlicheren Regionen ermöglicht. Und das mit moderner Fahrzeugen, mindestens alle zwei Stunden.

Und so funktioniert’s

Anhand von öffentlichen, europaweiten Ausschreibungen werden sowohl ertragreiche als auch weniger lukrative und somit unwirtschaftliche Linien in sogenannte Linienbündel zusammengefasst. Das Verkehrsunternehmen, dass die Ausschreibung für das Linienbündel gewinnt, verpflichtet sich, den Fahrplan gemäß den vertraglichen Vorgaben der Aufgabenträger über einen Zeitraum von 10 Jahren zu gewährleisten.

„Das erlaubt Planungssicherheit für Aufgabenträger, für Verkehrsunternehmen aber in allererster Linie für unsere Fahrgäste“, sagt die Geschäftsführerin des Zweckverbands VRT, Barbara Schwarz. „Es hat ein Umdenken in der Region und beim Land stattgefunden“ so Schwarz weiter. Sie sei froh, dass die politischen Vertreter in der Region den ÖPNV als Chance für den ländlichen Raum erkannt haben. ÖPNV ist eben mehr als nur Schülerverkehr, er ist eine Daseinsvorsorge.

Das neue Angebot im VRT finanzieren Landkreise und der SPNV- Nord gemeinsam, das MWVLW will somit insbesondere auch im ländlichen Raum eine bessere Busanbindung gewährleisten.
Durch eine optimierte Umlaufplanung soll bis zum Jahr 2025 im gesamten VRT 80% Mehrleistung angeboten werden. Die Umsetzung dieser Mehrleistung soll dagegen im Vergleich zum heutigen Angebot nur 1/3 Mehrkosten verursachen.

2018 rollen die ersten VRT-Busse in Teilen der Vulkaneifel
Ein ambitioniertes Vorhaben, dessen Planung seit 2012 auf Hochtouren läuft, und das mit der kürzlich veröffentlichten, ersten Ausschreibung für das Linienbündel “Östliche Vulkaneifel“ nun in greifbare Nähe rückt. „Wir sind froh, dass es in der östlichen Vulkaneifel nach langer Planung endlich losgehen kann“, so Schwarz. Anschließend folgen weitere Linienbündel in den Landkreisen Trier- Saarburg, Bernkastel-Wittlich sowie dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. Bis 2025 ist schließlich die gesamte Umstrukturierung des Busangebots im Verbund abgeschlossen.

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