Steuerzahlerbund: Geplante “FCK-Steuer“ ist Unverschämtheit

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Symbolbild

Bildquelle: dpa

KAISERSLAUTERN. Die von der Stadt Kaiserslautern bei einem Abstieg des 1. FCK geplante «FCK Steuer» für alle Bürger stößt beim Bund der Steuerzahler und dem Eigentümerverband «Haus & Grund» auf heftige Kritik. Es sei «ganz gewiss» nicht die Sache der Bürger, für den sportlichen Misserfolg und die Finanzprobleme des 1. FC Kaiserslautern in Haftung genommen zu werden, sagte der Geschäftsführer des Bundes der Steuerzahler Rheinland-Pfalz, René Quante, in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag.

Der Traditionsverein will beim drohenden Abstieg in die dritte Liga weniger Pacht für das Fritz-Walter-Stadion zahlen. Den Verlust für die stadteigene Stadiongesellschaft will das Rathaus durch eine Erhöhung der Grundsteuer B ausgleichen. Angesichts der extrem angespannten Haushaltslage gehe es nicht ohne Steuererhöhung, hatte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) gesagt. Eine solche «FCK-Steuer» träfe Hausbesitzer, indirekt aber auch Mieter. Laut CDU-Fraktion wäre es die dritte Erhöhung der Grundsteuer B seit 2012.

«Profisport sollte prinzipiell nicht von den Steuerzahlern subventioniert werden müssen», sagte Quante. Die Pläne seien «eine einzige Unverschämtheit. Wo hat es das schon in Deutschland gegeben?», fragte er. Fans und Stadtspitze stehe es aber frei, «den Roten Teufeln großzügige Spenden zukommen zu lassen».

Schon der aktuelle Pachtvertrag mit ligaabhängigen Zahlungen sei umstritten, sagte Ralf Schönfeld von Haus & Grund Rheinland-Pfalz. Die Stadt habe auf den Aufstieg des Clubs gesetzt und die Wette verloren. «Sollen gerade Sozialschwache, Rentner und Familien mit Kindern höhere Wohnkosten hinnehmen, um die selbstverschuldeten Finanzprobleme der Roten Teufel zu lösen?», fragte Schönfeld.

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