Förderschule in Schweich soll 2021 starten

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In dem Gebäudetrakt mit dem Haupteingang steht den Schülern in Schweich künftig ein großer Pausenhof zur Verfügung.

Bildquelle: Büro Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft Architekten GmbH

TRIER/SCHWEICH. Voraussichtlich 2021 nimmt die regionale Förderschule mit Schwerpunkt motorische Entwicklung in ihrem Neubau in Schweich den Betrieb auf. Der Neubau ersetzt die Trevererschule in Neu-Heiligkreuz, die dann aufgelöst werden kann. Für dieses Gelände zeichnet sich eine neue Nutzung ab.

2016 hatte der Stadtrat für das Grundstück sowie für das benachbarte Gelände rund um die Christuskirche einen Bebauungsplan beschlossen, der eine Wohnnutzung vorsieht. Auf dem Kirchengrundstück laufen die Bauarbeiten, und auch für das Schulgelände zeichnet sich eine solche Nutzung ab.

Derzeit werden in der Förderschule 101 Kinder und Jugendliche unterrichtet, darunter 27 aus Trier. Die meisten Schüler (48) stammen aus dem Kreis Trier-Saarburg, der mit dem Abschluss des Neubaus die Schulträgerschaft übernimmt. Aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich kommen 18 und fünf aus Bitburg- Prüm. Das vor 43 Jahren bezogene Gebäude der Treverer-Schule ist zu klein und teilweise in schlechtem Zustand. Zudem sind die Möglichkeiten zur Förderung der Schüler, die teilweise mehrfach behindert sind, sehr beschränkt. Der Neubau bietet nach Einschätzung von Bürgermeisterin Angelika Birk die Chance, viel mehr Angebote ebenerdig behindertengerecht umzusetzen.

Der Trierer Stadtrat erfüllte mit seiner jüngsten Zustimmung zu einer Zweckvereinbarung mit den Landkreisen über die Verteilung der Kosten eine weitere wichtige Voraussetzung für das Projekt. An den Ausgaben für die Förderschule beteiligt sich die Stadt voraussichtlich mit rund 4,6 und der Landkreis Trier- Saarburg mit acht Millionen Euro. Den Restbetrag bringen andere Gebietskörperschaften auf, aus denen weitere Schüler stammen. Der Zweckverband „Integratives Schulprojekt Schweich“ realisiert das Projekt und kümmert sich später um den technischen und organisatorischen Betrieb der Förderschule und einer angrenzenden vierzügigen Grundschule. Beide sollen im Sinne der Inklusion eng verzahnt werden.

Europaweiter Wettbewerb

Auf einem Gelände zwischen der K 39 (Neu) und der Bahnhofstraße, das nordwestlich des Baugebietes „Am Ermesgraben“ in Schweich liegt, entsteht nach dem Spatenstich im Juli 2017 ein fünfteiliger Komplex. Die Hochbauarbeiten sollen im Sommer beginnen. Bei einem europaweiten Wettbewerb hatte sich das Berliner Büro Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft Architekten GmbH durchgesetzt. In den Bauteilen 1 bis 3 sind Unterrichts-, Förder- und Therapie- räume sowie die Verwaltung, Lehrerzimmer und Gemeinschaftseinrichtungen, darunter eine Mensa, untergebracht. Ein weiteres Element der Gebäudegruppe ist das Bewegungsbad für Therapien der Förderschule. Außerdem entsteht eine Dreifeldhalle für den Sportunterricht. Die Kosten für den Gesamtkomplex sind auf mittlerweile 44 Millionen Euro gestiegen.

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