Atomgegner wegen Hausfriedensbruchs zu Strafe verurteilt

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Ein Kreuz steht vor dem Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel.

Bildquelle: Foto: Thomas Frey/Archiv

COCHEM/BÜCHEL. (dpa/lrs) Ein halbes Jahr nach dem Protest auf dem Militärstützpunkt Büchel in der Eifel ist ein Atomwaffengegner zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung muss er 40 Tagessätze zu je 30 Euro, also insgesamt 1200 Euro zahlen, wie das Amtsgericht Cochem nach dem Prozess am Mittwoch mitteilte. Der Mann habe zusammen mit vier Atomwaffengegnern aus den USA mehrere Zaunelemente durchtrennt und sei auf den Luftwaffenstützpunkt vorgedrungen. Der geständige Friedensaktivist habe sich auf einen Notstand berufen, teilte das Gericht mit. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.

Experten schätzen, dass noch bis zu 20 US-Atomsprengköpfe in Büchel gelagert sind, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr «Tornado»-Kampfflieger bereithält. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bisher nicht.

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