„Wo Prostitution ist, sind auch Drogen“ – Eurener Mütter wehren sich nach ‚Shitstorm im Netz‘

42

Bildquelle: wikimedia

TRIER. Am vergangenen Freitag berichteten wir über den Hilferuf der Müttervereinigung des Kindergartens St. Helena in Trier-Euren. Wegen eines offensichtlichen Bordell-Betriebes in der Nähe des Kindergartens, forderten die besorgten Mütter die Stadt Trier zum Handeln und zur Umsetzung bereits bestehender Gesetze, welches diese Art des Etablissements an diesem Standort untersagt, auf.

Als Reaktion auf die teils heftigen Kritiken in den sozialen Netzwerken, äußern sich die Eltern nun erneut und fühlen sich bislang falsch verstanden.

„Naja wir möchten jedoch das sie uns richtig verstehen, es geht uns nicht nur um die nicht gewollte und nicht genehmigte ausgeübte Prostitution an unserem Ortseingang, sondern auch um die Behörden und Stadt welche Gesetze verabschieden und einfach nicht umsetzen. Uns ist sehr wohl bekannt das es solche Gewerbe geben muss, was auch gut ist, jedoch dann bitte nur in denen Standorten welche dafür vorgesehen wurden (siehe Bordellkonzept Trier 2015).

Andere Gewerbe und auch wir Privatpersonen unterliegen Richtlinien und Gesetzen welche eingehalten werden ! Wir fordern dann auch das alle sich an Gesetze halten und auch die Stadt Trier die Dinge umsetzt welche entschieden wurden.“

In der Klarstellung bezüglich der Reaktionen in den sozialen Netzwerken, heisst es weiter:

„Wir möchten nicht als die empfindlichen, prüden Mütter wirken ! Jedoch da wo Prostitution ist, da sind auch Drogen, Alkohol etc. , was auch an dafür vorgesehen Plätzen ok ist, aber bitte nicht gegen über von einem Sportplatz !

Natürlich weiß ein 5 jähriges Kind, nicht was dort im „roten Haus“ so wie es in Facebook-Kommentaren geschrieben wird passiert, jedoch die 12-16 jährigen die es von den 17-21 jährigen erfahren, sehr wohl.

Kommentar : Man sollte alle roten Häuser abreißen?Guckt lieber mal, was eure Kids mittags im TV sehen… “

Antwort: Also weil es schlimmeres gibt sollten wir das jetzt ignorieren ????
Es hat schon seinen Sinn das Bordelle und ähnliche Betriebe ( auch Casinos etc.) nur an gewissen
Plätzen genehmigt sind, und zwar dort wo der Schutz der Jugend gewährt ist !

Also leider haben fast alle die etwas da kommentiert haben den Sinn gar nicht verstanden!!!
Es wäre nach deren Ansicht also auch in Ordnung wenn z.B. ein Nachbar Drogen verkauft solange man es nicht sieht ? Oder ein anderer keine Steuern bezahlt, weil man es nicht sieht ?

42 KOMMENTARE

  1. Liebe Eurener Mütterlein:
    Bitte mal klar präzisieren:
    Wo und wann gab es einen Fall von Zitat „Drogen, Alkohol etc.“ im Zusammenhang mit dem roten Knusperhäuschen? Genaue Angaben, kein Blabla: Wer hat es gesehen? Was ist passiert? Welche Drogen? Wann? Waren Jugendliche verwickelt, wenn ja wie alt? Haben Sie das zur Anzeige gebracht? Die Antwort geb ich mir selber, natürlich nicht, weil sie hier nur Allgemeinplätze aufwärmen und es keinen solchen Fall gab, oder wie soll das laufen? Die Damen verkaufen neben ihrer regulären Tätigkeit noch auf der Strasse Drogen oder wie? An Kleinkinder die von ihren Eltern soviel Taschengeld kriegen dass sie sich einen Joint leisten können? Und wenn 12-16 jährigen die es von den 17-21 jährigen erfahren sind ja wohl eher deren Eltern gefragt, selbigen mal die Ohren langzuziehen, normale 17-21jährige erzählen Kleinkindern keine Schmuddeleien, da stimmts dann schon in der Familie nicht.
    Wieviele von den besorgten Müttern rauchen denn zuhause oder wieviele von deren Vätern trinken abends ein Bier? Wieoft unternehmen Sie was im Wald mit ihren Kindern anstelle sie vor dem PC oder Handy ruhigzustellen?
    Ja und warum schreibe ich das eigentlich? Weil mir Moralapostel, die anderen vorschreiben wollen wie sie zu leben haben und die Moral für sich in Anspruch nehmen zuwider sind. Wir sind ja nicht bei den Puritanern.

  2. Es ist wichtig und notwendig, dass es Bordelle gibt, außerdem befindet sich dieses Haus in einem Gewerbegebiet. Viel schlimmer ist es, wenn auf Schulhöfen Drogen verkauft werden, hierauf sollte man sein Augenmerk legen. Schützt eure Kinder vor solchen Sachen und ignoriert ein Haus, von dem die Kleinen selbst gar keine Ahnung haben.

  3. wo Prostitution ist sind auch Drogen ?! ahaaaaa,
    Ihr prostituiert euch doch alle irgendwie , ob im Beruf , bei euren Ehemännern des Friedens oder auch der neuen Handtasche wegen.
    Dann müssten ja in jedem Haushalt Drogen zu finden sein.

    • Und wetten die findet man auch 😂 Das Zeug wie Alkohol, Tilidin, Tavor & Co sogar die schlimmsten Drogen interessiert da nicht… Aber das hat nichts mit dem Thema zu tun. Das die Verfügbarkeit von Drogen jetzt noch auf die Damen geschoben wird ist echt absurd. Das 17 jährige den jüngeren vom Beruf der Damen erzählen, Mutti guckt mal in den Browserverlauf der Knirpse. Die können kaum über die Theke in nem PC Laden gucken und haben Zeug auf der Festplatte da würdet Ihr im Boden versinken. Aber das liegt ja in Eurer Verantwortung, dann lieber auf die Damen schimpfen. Wer glaubt das so n Gewerbe noch n 14 Jährigen schocken kann, da fällt mir nix zu ein…

  4. Fehlt noch der Fackelzug und der Antrag auf Einführung des Mutterkreuzes und hütet euch vor Müttern mit geflochtenem Haarkranz

  5. Die Mütter haben nur Angst, dass ihre Ehemänner mal ein wenig länger brauchen beim abholen der Kinder von der Kita, und einen Abstecher in diese Haus machen, weil die Helikoptermutti zuhause keine Lust mehr auf den alten hat..;) 😀

  6. Vorab, das Rosi-Haus hat seine Berechtigung, aber die Bedenken der Eurener Frauen genauso. Gleich welcher politischen Coleur, alle Kommentierer hier halten zusammen. Blöd. Was ist denn, wenn Migranten das Rotlichtviertel für sich entdecken und kostenlosen Besuch fordern? Fackelzuege waeren unausweichlich!

  7. Ihr armen Hausmütterchen…..hättet besser mal was getrunken oder was gekifft…dann würdet ihr alles viel lockerer sehen…..kein Wunder das Eure Männer hin und wieder das Rote Knusperhäuschen aufsuchen….lach….Bin eine gestandene Frau….Ende 40….und kann Eure Ängste nicht verstehen….als ob ein 3 jähriger weiß was in dem Häuschen abgeht….lach…

  8. Muss jetzt doch mal noch ein paar Worte verlieren:
    Zitat:
    „Wir möchten nicht als die empfindlichen, prüden Mütter wirken ! Jedoch da wo Prostitution ist, da sind auch Drogen, Alkohol etc. , was auch an dafür vorgesehen Plätzen ok ist, aber bitte nicht gegen über von einem Sportplatz ! – Ach, Drogen sind für sie an dafür vorgesehenen Plätzen ok? Da sind Sie aber auf dem falschen Dampfer, Drogen sind nie ok, aber das ist die typisch spiessbürgerliche Doppelmoral, den schönen Schein nach aussen wahren und mit dem Finger auf andere zeigen und hinter der Fassade ein Abgrund.

    Zitat: „Also weil es schlimmeres gibt sollten wir das jetzt ignorieren ????
    Es hat schon seinen Sinn das Bordelle und ähnliche Betriebe ( auch Casinos etc.) nur an gewissen
    Plätzen genehmigt sind, und zwar dort wo der Schutz der Jugend gewährt ist !“ Was ist an besagtem Haus schlimm. Entgegen dem Geschreibsel in ihrem ARtikel befindet sich besagtes Haus geschätzte 600 m vom Kindergarten entfernt in einem Industriegebiet und geniesst Bestandsschutz. Was jemand dort macht oder ob jemand dort sein Geld ausgibt geht Sie somit rein gar nichts an, wenn Sie sich privat in Grau kleiden wollen wie ein Puritaner, Lachen für Teufelswerk halten und für sich die Prohibition wiedereinführen wollen können Sie das, aber was andere Leute machen ist deren Sache da haben Sie sich hier nicht als moralische Instanz aufzuspielen unter dem geheuchelten Motiv die Interessen eines Kindergartens zu wahren.

  9. Hatte 20 Jahre eine Kneipe ….ich kenne genau diese Art von Frauen…ich wurde beschimpft und beleidigt nur weil die Ehemänner nachts heimlich zu mir ein Bierchen trinken kamen…Nur was ich nie verstand sie haben mich besucht und ich nicht sie zuhause…nur ich war die Sch….Also Ladys lasst die Damen in ihrem Roten Häuschen ihre Arbeit machen…sie wollen keinem was Böses….wenn es nicht in Euren ist dann fahren Eure Männer halt ein paar Kilometer weiter….kegeltour FussballVerein Skatclub…nach 20 Jahren Gastronomie kennt man sie alle…nach dem 5 Bier ist alles egal…

  10. Als (ehemals) langjährige Volksfreund-Abonennten freuen wir uns sehr das dieses Thema nun endlich einmal Gehör findet. Zwar habe ich nichts gegen das Rote Haus in Euren und kann die Situation auch nicht abschätzen, jedoch ist vermutlich noch wesentlich schlimmer die Vielzahl an Wohnungsprostitution in Trier.
    Wir haben bis vor einiger Zeit in der Roonstraße gewohnt und sind dort täglich mit Freiern in Kontakt getreten. Es ging sogar so weit, das die Herrschaften an unserer Wohnungstür geklingelt haben und um Einlass baten oder sich erkundigten. Als unsere Tochter dann in einem gewissen Alter war, hat es uns komplett gereicht. Sie konnte nichtmal verabredetem Besuch von Freunden und Verwandten die Tür öffnen, man wusste schließlich nie wer da gerade klingelt.

    Das es Prostitution wohl geben muss, bestimmt aber immer geben wird, steht ausser Frage.

    Daher denke ich, das ein geordnetes Haus, rein zu diesem Zwecke, in einem Gewerbegebiet ganz gut aufgehoben ist. Nicht jedoch z.B. in der Roonstraße. Hier befinden sich mittlerweile mindestens 3 Bordellwohnungen Tür an Tür mit ganz normalen Bürgern.

    J. Lieser, Trier

    • Das klingt jetzt wieder merkwürdig unverbindlich, wie die Drogen von den Eurener Mütterlein. Eher wie ein Aufhänger damit sie den moralischen Zeigefinger heben können.
      Drum mal paar Fragen:
      1. Was hat die Tatsache dass sie langjährige Volksfreund-Abbonnenten waren mit unserem Thema zu tun.
      2. Wie definieren Sie „Tür an Tür“, also wie weit weg von besagtem Haus, mittlerweile wissen wir dank eines geneigten Mitkommentators, dass es die Nr. 8 ist.
      3. Wie sind sie mit den Freiern in Kontakt getreten? Konkretes Beispiel? Woher wissen Sie dass es Freier waren: konkrete Angaben? Trugen Sie eine Aufschrift? Haben sie EXPLIZIT nach der Hausnummer 8 gefragt. Oder hängen Sie den ganzen Tag mit dem Fernglas am Fenster? Sie wissen schon, dass die Privatsphäre und die Wohnung als privater Bereich besonders geschützt sind?
      4. Zitat: „Zwar habe ich nichts gegen das Rote Haus in Euren und kann die Situation auch nicht abschätzen, jedoch ist vermutlich noch wesentlich schlimmer die Vielzahl an Wohnungsprostitution in Trier.“ Ihre moralischen Massstäbe sind für die Allgemeinheit nicht massgebend, wenn ihnen was nicht passt sind Sie nicht verpflichtet hinzuschauen. Ich finds beispielsweise moralisch fragwürdig kleinen Kindern Angst vor der Hölle einzutrichtern.
      Was passiert eigentlich in dem Roten Haus ihrer Meinung nach Schlimmes, bitte mal erklären? Sie haben ja anscheinend auch schon mal „Schlimmes“ gemacht wenn sie eine Tochter haben oder?
      ginge es nach Ihnen müsste die Stadt Trier eine List mit moralisch fragwürdigen „Betrieben“ aufstellen, dazu gehörten dann das Rote Haus, Spielhallen aber auch Luky s Luke oder dieser SChwulentreff in Trier wo ich nie weiss wie er heisst. Ausserdem müsste jeder am Sonntag zur Kirche gehen. Die Betriebe würden dann alle ins Gewerbegebiet ausgelagert und da würde man dann genau die Art von biederen, verklemmten Opas treffen, die anderen vorschreiben was sie zu tun haben. Meine Frau kommt aus einem Kaff, als sie jung war gabs dort noch erwachsene „moralische“ Frauen, die sich anmassten Jugendliche auf der Strasse nach Einbruch der Dunkelheit anzusprechen, sie hätten doch um diese Zeit zuhause zu sein. Sowas brauchts echt nicht mehr. Zum Glück kann heute jeder das tun was er will. Aber Trier ist echt in den 60ern stehengeblieben.

  11. Sehr geehrte Vereinigung der engagierten Mütter, der Kindergarten ist nun wirklich nicht Sichtweite des Hauses. Das wurde ja schon belegt. Nun kommt also die nächste Keule, Namens Drogen,Alkohol etc.
    Drogen gibts sogar in der katholischen Kirche (Weihrauch) und sogar bei euch zu Hause. Ja selbst Euer Tee, Kaffee, und alles was aus Pflanzen gewonnen wird ist eine Droge. Alkohol gibt es auch überall, sogar in dem Laden, in dem Ihr mit Euren Kindern einkauft. Was ect ist weiß ich leider gerade nicht aber, diesem Kontext muss es was ganz schlimmes sein und sollte schleunigst verboten werden.

    Weiter im Text:Also leider haben fast alle die etwas da kommentiert haben, den Sinn gar nicht verstanden!!!
    Es wäre nach deren Ansicht also auch in Ordnung wenn z.B. ein Nachbar Drogen verkauft solange man es nicht sieht ? Oder ein anderer keine Steuern bezahlt, weil man es nicht sieht ?

    Diese Argumentationskette ist so trivial wie sinnlos und untermauert außer, viel Wind um nix, eben den Selbigen, nämlich nix!

    Wie wäre es, wenn Ihr euch als Vereinigung um die wichtigen Dinge in eurer Umgebung kümmern würdet? Beispielsweiße benachteiligten Kindern zu helfen?

  12. Zu Zeiten des römischen Reiches gabs in Trier sicher viele rote Häuser, aber damals war die STadt auch noch nicht so spiessig.

  13. Hiermit möchte ich Frau Lieser beipflichten was ihr Kommentar zur Wohnungsprostitution in dem Wohnhaus „“Roonstraße 8 in Trier““ betrifft.
    Prostitution in Wohngebäuden ist ein echtes Problem das meiner Ansicht nach eher im Fokus stehen sollte.

    Mfg

    • Ja Klaus, bitte ein Beitrittsgesuch an die besorgten Eurener Mütter richten. Wenn du einen Vortrag über Moral und Anstand hältst werden sie dich sicher aufnehmen

      • @peter: dürfen sie eigentlich auch mal von ihrem PC weg, raus ins Leben? So klugscheisserig kann nur jemand schreiben der wahrscheinlich den ganzen Tag vor seinem PC sitzt, Pornos schaut, dabei onaniert und nix von der Welt draußen mitbekommt! Was ist in ihrem Leben denn so schlimmes passiert, dass Sie sich noch nicht mal selber leiden können?

        • Keine Angst, mein Leben ist ganz prima, bald gehts auch in die Sonne. Und was machen Sie um 13.51 am Samstag nachmittag vorm PC, ham sie nix Besseres zu tun als mein Geschreibsel zu kommentieren? die Freundin oder den Freund beackern zb?

  14. Jetzt gibt es das rote Knusperhäuschen schon jahrelang….Auf einmal soll es weg….mmmmmmmmm.Denke mal der wahre Grund ist….das der Papa nach dem Fußball sich verlaufen hat und ist dort mit seinen Kumpels eingekehrt….lach…Und unsere tollen Mütter haben jetzt beschlossen das Häuschen muss weg….wie in meinem letzten Beitrag schon erwähnt fahren sie dann 5km weiter….lach

  15. ich stelle mir Finya, Max Merlin, Torben und Sören im Sandkasten vor. Helikoptereltern zuschauend, alle Kinder sind natürlich hochbegabt, ein Geschenk dieser Eltern an die Menschheit. Da haut der zukünftige Zahnarzt dem zukünftigen Rechtsanwalt die Schippe auf den Kopf, mit Blick auf das nahe, sehr nahe rote Haus. Es ist so lächerlich, so lächerlich. Wenn ich diese Mütter anschaue denke ich wie konnte Er nur…..Gedanke nur so mal so…..wie konnte ER

  16. während einem Besuch im roten Haus bin ich mal in die weite Etage und schaute mich nach dem KIndergarten um ….. nix zu sehen.Aber der Gedanke dass mich evtl “ die Mütter“ beobachten brachten mich dazu unverrichteter Dinge nach Hause zu fahren 😉
    ps . ne bessere Werbung für „das rote Haus“ gibts nicht . Fernab von allen Bannern und Anhänger

Schreibe einen Kommentar zu Klaus K. Antwort abbrechen

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.