Trierer Buchhändler mischt die Literaturszene auf

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Bildquelle: privat

TRIER. Nicht nur zur Weihnachtszeit sind Bücher beliebte Geschenke, gibt es sie doch zu jedem erdenklichen Thema und somit passend zu jeder Person. Die Eltern, die Großeltern, auch Geschwister, Tanten und Onkel – sie alle freuen sich über Bücher zu Themen, die sie interessieren und mit denen man es sich bei winterlichem Wetter auf der Couch so richtig gemütlich machen kann.

Ein besonderer Trierer beschäftigt sich allerdings täglich mit ihnen – Florian Valerius, Filialleiter der Universitätsbuchhandlung Stephanus – Buchhändler und ganzjähriger literarischer Nerd.

Literatur ist nicht nur sein Beruf, sondern vielmehr eine Leidenschaft. Auch in seiner Freizeit lebt er dies aus, diskutiert über Inhalte, empfiehlt sie oder warnt vor Büchern und möchte anderen Menschen den Zugang zur Literatur ermöglichen, sie an seinen Erfahrungen teilhaben lassen und somit die Neugierde für das geschriebene Wort wecken.

„Wenn ich es schaffe, dass jemand, der selten oder gar nicht liest, ein Buch zur Hand nimmt und davon begeistert ist, dann freue ich mich einfach und habe mein Ziel erreicht“, so Valerius.

Florian Valerius liest, rezensiert und präsentiert seine guten und schlechten Erfahrungen auf der Online-Plattform „Instagram“, wo sein Account „LiterarischerNerd“ innerhalb eines Jahres auf die beachtliche Anzahl von über 7.000 Followern angewachsen ist.Tendenz steigend.

„Bookstagram“ – so nennt sich der Teil des Online-Mediums, der von literarischen Werken handelt. LeserInnen aus aller Welt stellen dort Bücher vor, die ihnen am Herzen liegen, die sie bewegt haben und deren Inhalte sie mit anderen Menschen teilen möchten. „Das Feedback ist mir sehr wichtig“, sagt der Trierer Buchhändler. „Ich setze mich hin, poste etwas und Minuten später steht mein Handy nicht mehr still – die Kommentare fließen nur so dahin und alle Lese-Begeisterten tauschen sich aus“.

Unter diesen Begeisterten sticht der „LiterarischeNerd“ hervor – Valerius versieht seine Fotografien der Bücher mit fachmännischen Kommentaren und bringt die Inhalte mit ganz persönlichen Eindrücken auf den Punkt. Dadurch schafft er es immer wieder auf´s Neue, seine Leserschaft zu begeistern und hunderte positive Rückmeldungen zu jeden Beitrag zu bekommen.

Längst haben dies auch offiziellere Seiten entdeckt – so gewann Florian Valerius auf der Frankfurter Buchmesse den diesjährig zum ersten Mal vergebenen Sonderpreis des Deutschen Buchblog-Awards. Unter vielen Nominierten aus den Reihen der Online-Rezensenten wurde er letztendlich von der Jury ausgewählt und mit diesem herausragenden Preis geehrt. Felicitas von Lovenberg, Kritikerin, Autorin, Chefin des Piper-Verlags und längst selbst eine „Followerin“ des literarischen Nerds überreichte ihm die Auszeichnung.

Florian Valerius ist zu einem Botschafter der Literatur geworden.
Bisher erreichten ihn Dankesschreiben für seine Arbeit und Glückwünsche aus dem rheinland-pfälzischen Kultusministerium und von der Ministerpräsidentin. Sein literarisch-kultureller Einsatz wurde außerordentlich hervorgehoben und schnell wurden auch lokale Printmedien und Radiosender auf ihn aufmerksam.

Unlängst war er zu Gast im Kulturformat „Klubbing“ des Radiosenders 1Live zu hören, wo er Buchempfehlungen für die Weihnachtszeit und seine Highlights des Jahres vorstellen konnte. Seine Buchtipps wurden bereits in der größten Berliner Buchhandlung ausgestellt und zahlreiche LeserInnen finden mittlerweile den Weg aus dem Internet heraus zu ihm in die Buchhandlung.

Die bisher größte Anerkennung könnte in Bälde folgen – die in der Online-Szene bekannte Gruppe „Die goldenen Blogger“ nominierten „LiterarischerNerd“ als besten Instagram-Account 2017, zusammen mit den Online-Auftritten der Berliner Staatsoper und des DFB-Fotografen Paul Ripke. Die Verleihung des Preises findet Ende Januar 2018 in Berlin statt – wir dürfen gespannt sein.

Valerius selbst bleibt bescheiden: „Ich freue mich natürlich sehr über diese Anerkennung, weiß aber im Grunde noch nicht so richtig wie mir gerade geschieht“. Er möchte seinen Instagram-Account genauso weiterführen wie bisher, Bücher vorstellen, seine Meinung dazu äußern und Menschen für das Lesen begeistern.

Unter www.instagram.com/literarischernerd kann man sich davon einen persönlichen Eindruck verschaffen. Ein Trierer, von dem wir sicher noch Einiges hören und lesen werden und von dessen Leidenschaft wir gerne berichten.

Anm. d. Red.:
In Deutschland gibt es übrigens die Buchpreisbindung. D.h. jedes Buch, egal wo es gekauft wird (auch im Internet), muss überall denselben Preis haben.
Nicht nur im Zuge des #buylocal – Gedankens weisen wir gerne darauf hin, dass Sie sich beim Kauf eines Buches persönlich vom LiterarischenNerd und seinen KollegInnen im Deutschen Buchhandel beraten lassen sollten.

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