Es geht doch! Gladiators siegen nach starker Leistung in Hamburg

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HAMBURG/TRIER. Es geht also doch. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier haben am frühen Sonntagabend bewiesen, dass sie knappe Spiele auch auswärts für sich entscheiden können. Sie setzten sich in einem unterhaltsamen Spiel mit 72:70 aus Sicht der Gäste gegen die Hamburg Towers durch. Top-Scorer auf Seiten der Moselaner war Routinier Jermaine Bucknor.

Am Ende gab es kein Halten mehr. Sowohl bei den Spielern der RÖMERSTROM Gladiators Trier, als auch bei den 50 mitgereisten Trierer Fans brandete großer Jubel auf. Doch das Spiel war noch gar nicht vorbei. Jermaine Bucknor hatte kurz zuvor zweimal einen Offensivrebound geholt und den Korb zum aus Trierer Sicht erlösenden 72:70 durch die Maschen befördert. Gefühlt war das Spiel gelaufen. Doch nach kurzer Beratung gaben die Schiedsrichter nochmal eine halbe Sekunde auf der Uhr. Einen Angriff sollten die Towers also noch bekommen.

Aber von vorne. Trier begann gut. Vor allem einer kam mit ordentlich Dampf aus der Kabine. Routinier Jermaine Bucknor zeigte von Beginn an breite Brust und übernahm Verantwortung. Fünf der ersten acht Trierer Punkte macht er selbst. Die anderen drei von Simon Schmitz legte er vor. Insgesamt machten die RÖMERSTROM Gladiators einen gefestigten Eindruck. Nach dem deutlichen Heimsieg gegen Ulm, wollten die Moselstädter in Hamburg nun ein Top-Team besiegen. Auch Headcoach Marco van den Berg hatte einen Sieg bei den Towers als Losung ausgegeben: „Wir wissen um unsere Stärken. Also warum sollten wir nicht auch in Hamburg gewinnen?“ Angeführt von Kapitän Simon Schmitz und Jermaine Bucknor wollten die Gladiatoren nun die Vorgaben des Trainers umsetzen und machten das im ersten Viertel erfolgreich. Vor allem von außerhalb trafen die Trierer hochprozentig. Problematisch war einzig die Foulbelastung. Die Hamburg Towers schafften es im ersten Spielabschnitt immer wieder mit guten Zügen zum Korb die Big Men der RÖMERSTROM Gladiators zu Fouls zu zwingen. So war Power Forward Johannes Joos früh im Spiel mit zwei Fouls belastet. Auch deshalb musste Triers Neuzugang Robert Nortmann früh ins Spiel kommen. Der Deutsch-Kanadier zeigte vor allem in der Defensive eine ansprechende Leistung, brachte er doch die gewünschte Präsenz und Masse unter dem Korb mit, die den Gladiatoren durch den Ausfall von Kilian Dietz lange fehlte. Die Moselstädter gingen mit einer guten 23:19 Führung in die Viertelpause.

Im zweiten Viertel zeigten die Towers dann, dass sie zurecht im oberen Tabellendrittel zu finden sind. Vor allem in der Verteidigung nahmen die Hausherren nun den Kampf an und konnten ein ums andere Mal durch Flügelspieler Jonathan Williams Akzente in der Offensive setzen. Was nicht so funktionierte, wie sich die Towers es eigentlich erhofft hatten, war das Inside-Spiel. Center Justin Raffington und Stefan Schmidt, sowie Big Man Enosch Wolf wurden zwar ein ums andere Mal von ihren Mitspielern schön in Szene gesetzt, konnten ihre Größenvorteile doch selten zu ihrem Vorteil nutzen. Trier verteidigte lange in der Zone, die Towers fanden selten ein wirkliches Mittel dagegen. Im Spiel wechselte die Führung jetzt häufiger. Beide Mannschaften standen defensiv gut und ließen nur wenige Punkte zu. Hamburg traf weiter schlecht, aber auch Trier schaffte es nicht sich in einem ereignisarmen zweiten Viertel abzusetzen. So gingen die Gäste mit einer denkbar knappen 34:35-Führung in die Halbzeit.

Das Spiel blieb auch nach der Pause knapp. Beide Teams machten dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Bei Trier waren es weiter Jermaine Bucknor und Simon Schmitz die den Ton angaben. Auch Shooting Guard Kyle Dranginis konnte einige schöne Punkte mit guten Zügen zum Korb erzielen. Am Ende des Spiels kam der Amerikaner auf 13 Zähler. In dieser Phase des Spiels wurde Hamburg stärker. Sollte das Auswärtsspiel also doch noch zugunsten der Hausherren kippen? Einer hatte etwas dagegen: Immer dann, wenn das Momentum auf Seiten der Towers lag und die edel-optics-Arena lauter wurde, nahm sich der Bucknor den Ball und traf einen wichtigen Dreier. So zum Beispiel kurz vor Ende des dritten Viertels, als die Nummer Vier der Gladiatoren sechs Punkte zu einem elf-Punkte-Lauf beisteuerte (48:56). Doch Hamburg gab das Spiel nicht auf. Vor allem Guard Hrvoje Kovacevic wollte den Trierern den Sieg nicht kampflos überlassen und traf einen wichtigen Dreier zum 54:56 kurz vor Ende des dritten Spielabschnitts.

Im letzten Viertel ging es also um alles. Beide Mannschaften versuchten ihr Spiel umzusetzen, hatten dabei aber Probleme in der Execution. Immer wieder gingen einfache Layups und freie Würfe daneben. Auch deshalb blieb das Spiel stets knapp. Hinzu kam, dass beide Teams wichtige Freiwürfe nicht trafen. Grade Jermaine Bucknor hätte zum tragischen Held werden können, vergab er doch zwei davon beim Stande von 70:70. Doch die Trierer Defense blieb stabil und so konnte der Kanadier nach zwei Offensiv-Rebounds die RÖMERSTROM Gladiators in Führung bringen. Mit 0,5 Sekunden auf der Uhr versuchte Hamburg das Alley-Oop Anspiel auf Justin Raffington. Dies schlug fehl und die Gäste aus Rheinland Pfalz hatten die Heimsiegserie der Hamburg Towers gebrochen. „Ich denke wir haben einen tollen Basketballabend gesehen heute. Beide Mannschaften wollten den Sieg und wir haben uns mit großem Willen am Ende durchgesetzt. Simon Schmitz und Jermaine Bucknor haben heute viel Verantwortung übernommen. Grade Buck war heute der beste Mann auf dem Parkett. Ich hoffe, dass das wir als Mannschaft nun gefestigt sind und unsere Leistung auch in den beiden kommenden Heimspielen halten können“, analysiert Marco van den Berg abschließend.

Sowohl am 22. Dezember, als auch am 27. Dezember stehen für die RÖMERSTROM Gladiators Trier Heimspiele an. Zunächst gegen die Baunach Young Pikes zum Abschluss der Hinrunde, darauf folgt das Top-Team aus Crailsheim.

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