Klarer Fahrplan für Umgestaltung des Tankstellenareals

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Möglicher Geh- und Radweg durch den Alleenring.

Bildquelle: Stadtplanungsamt Trie

TRIER. Wie geht es nach dem Bürgerentscheid weiter? In der öffentlichen Debatte der letzten Woche wurde mehrfach die Befürchtung geäußert, dass das Tankstellengrundstück bei einem Rückbau der Gebäude längere Zeit brach liegen könnte.

Dem widerspricht Baudezernent Andreas Ludwig: „Falls der Pachtvertrag der Tankstelle Ostallee im Ergebnis nicht weiter verlängert wird, gibt es im Rathaus einen klaren Fahrplan, wie eine Aufwertung des Grundstücks rasch umgesetzt werden kann.“ Die wichtigsten Grundsätze stehen fest: Das Areal soll entsprechend des gültigen Bebauungsplans zu einer Grünfläche mit einem Geh- und Radweg umgestaltet werden. Erste Visualisierungen des Stadtplanungsamtes vermitteln einen Eindruck, welches Potenzial die bisherige Tankstellenfläche bietet.

Der Tankstellenbetreiber BP ist zum sofortigen Rückbau der Gebäude inklusive Parkplatz und Altlasten verpflichtet. Parallel dazu werden im ersten Halbjahr 2018 drei Landschaftsplanungsbüros mit der Ausarbeitung von Gestaltungsideen beauftragt. Anschließend wird eine Jury den für die Umsetzung am besten geeigneten Entwurf auswählen.

Direkt danach beginnt die Ausführungsplanung, so dass die Umgestaltung 2019 abgeschlossen werden kann. Auch die Finanzierung für das Projekt steht bereits: Zusätzlich zum Rückbau ist BP vertraglich zur Zahlung von 200.000 Euro an die Stadt Trier verpflichtet. Dieser zweckgebundene Betrag soll für die Neugestaltung des Areals verwendet werden.

Die verkehrliche Einbindung des Radwegs sowohl am Balduinsbrunnen als auch am Knotenpunkt Mustorstraße / Gartenfeldstraße muss noch konkret geplant werden.

5 KOMMENTARE

  1. Schön, bleibt aber der Abschnitt Kaiserthermenkreisel bis Mustorstraße radweg frei… ein Horror für Radfahrer (und für Autofahrer, wenn Radfahrer auf der Ostallee den Verkehr lahm legen).

    • Hmm… sind es nicht eher die (vielen) Autofahrer, die den Verkehr lahmlegen? Und weshalb zum Henker glaubt man im Rathaus zu Trier noch immer, dass kombinierte Rad/Fußwege toll sind? Sind sie nämlich nicht, weder für Radler noch für Fußgänger. Trotz aller Lippenbekenntnisse gilt das Primat noch immer dem Auto, alles andere wird zugunsten „freier Fahrt für freie Bürger“ aus dem Weg geräumt. Diese Planungen sind eine Totgeburt, es wird lediglich ein weiterer sinnloser, unbenutzbarer Sonderweg gebaut, falls die Tanke wegkommt.

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