Mit „SCHWUNG“ ins Leben mit Kind – Förderprogramm ab Januar

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TRIER. Eine Schwangerschaft ist für fast jede Frau eine emotionale Ausnahmesituation: Neben der großen Vorfreude auf das Kind gibt es Phasen der Unsicherheit und Selbstzweifel, ob man der neuen Herausforderung gewachsen ist.

Das gilt erst recht für Frauen, die in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben und ihr Kind allein großziehen müssen. Um werdende Mütter zu unterstützen, persönliche Überforderungen zu vermeiden und die Rückkehr in den Beruf zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz im Blick zu behalten, startet am 15. Januar das neue dreijährige Förderprogramm „Schwung“. Die Abkürzung steht für Schwanger, Weiterbildung, Unterstützung und Gemeinschaft.

Das Programm in der Katholischen Familienbildungsstätte (Krahnenstraße) bietet dreimonatige Kurse für jeweils maximal zehn Teilnehmerinnen. Bürgermeisterin Angelika Birk sprach bei der Vertragsunterzeichnung für das Projekt Ende November von einer innovativen Hilfe, die sehr früh ansetze, auch um den Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Die Sozialdezernentin zeigte sich erfreut, dass für das „Schwung“-Programm sehr kompetente Einrichtungen und Personen mit ins Boot geholt wurden: Neben der Katholischen Familienbildungsstätte tragen die Koordinierungsstelle „Familienbildung im Netzwerk“ des städtischen Jugendamts, das Jobcenter und die erfahrene Familienhebamme Ute Boesen das Projekt.

Es kann nur gestartet werden dank zweier großzügiger Zuschussgeber: Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland stellt im Rahmen ihres neuen Förderschwerpunkts auf kommunaler Ebene 15.000 Euro zur Verfügung. Die Herbert & Veronika Reh-Stiftung, die in Trier vor allem bekannt ist durch die Unterstützung des Seniorenbüros im Haus Franziskus, beteiligt sich mit 50.000 Euro. Vorsitzender Remigius Kühnen betonte bei der Vertragsunterzeichnung, man sei von Anfang an von dem fundierten „Schwung“-Konzept voll und ganz überzeugt gewesen. Für die AOK ist das Programm nach Aussage von Petra Margraff, Abteilungsleiterin Markt, eine wichtige Ergänzung ihrer Präventionsprojekte.

In den Kursen lernen die werdenden Mütter, wichtige Weichen für sich und ihre Kinder zu stellen. Themen sind unter anderem gesunde Lebensweise, Haushaltsführung, Selbst- und Zeitmanagement sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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