Ehefrau gewürgt und mit Küchenmesser getötet – Urteil verkündet

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Bildquelle: Wikimedia Commons

TRIER. Im Sicherungsverfahren gegen einen 83-jährigen, an Demenz leidenden Trierer, hat die Schwurgerichtskammer am heutigen Tag die Unterbringung des Beschuldigten in einem Psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Der 83-jährige Beschuldigte aus Trier hat am 21. Januar 2017 seine Ehefrau getötet. Dies im Zustand aufgehobener Schuldfähigkeit infolge bestehender Demenz. Im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung soll er zunächst seine Ehefrau gewürgt und anschließend mit großem Küchenmesser attackiert und tödlich verletzt haben.

Der Beschuldigte ist strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten. Er wurde am 21.01.2017 vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem ununterbrochen in einstweiliger Unterbringung.

Hintergrund: Sicherungsverfahren im Allgemeinen

Das Sicherungsverfahren ist eine besondere Verfahrensart der Strafprozessordnung. Es ist dann vorgesehen, wenn das Strafverfahren gegen den Täter wegen Schuld- oder Verhandlungsunfähigkeit nicht durchgeführt werden kann. Das Sicherungsverfahren ist von vorneherein nur auf die Anordnung einer Sicherungsmaßregel (insbesondere Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt) gerichtet und bezweckt die Sicherung der Allgemeinheit vor gefährlichen Straftätern.
Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 StGB ist unbefristet, wird aber jährlich durch die Strafvollstreckungskammer überprüft.

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