Drogenschmuggler wird von „Kollegen“ misshandelt

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Bildquelle: Stefan Puchner/Archiv

SAARBRÜCKEN. Wegen stundenlanger Misshandlung eines Mannes hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken einen 26-Jährigen angeklagt. Den Angaben vom Montag zufolge kannten sich die Männer seit Jahren und hatten gemeinsam Rauschgift aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt.

Als es deswegen zu Streit kam, soll der Angeklagte, der wegen Gewalttaten vorbestraft ist, sein 35-jähriges Opfer am Abend des 30. Juni 2017 in seiner Wohnung gefangen gehalten, gefoltert und ausgeraubt haben. Unter anderem soll er ihn gefesselt und mit einem Schlagstock ins Gesicht geschlagen haben. Das Opfer ist seither schwerhörig.

«Die Brutalität dieser Tat ist ganz erstaunlich», sagte der Sprecher. Außerdem soll der Angeklagte die Freundin sowie den Bruder des Opfers aufgefordert haben, den Mann mit Geld oder Drogen auszulösen. Das Opfer konnte erst am folgenden Tag mit einem Sprung aus dem Fenster fliehen, bei dem sich der Mann den Fuß brach.

Beide Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Die Liste der Vorwürfe gegen den 26-Jährigen ist lang: Der Angeklagte muss sich demnach wegen besonders schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung, versuchter besonders schwerer Vergewaltigung und versuchten erpresserischen Menschenraubs verantworten. Dem Opfer werden Drogendelikte zur Last gelegt.

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