Trierer Dominik Döpp zum „Lehrling des Monats“ ausgezeichnet

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Dominik Döpp / Zahntechnik Wallerius

TRIER. Die Handwerkskammer (HWK) Trier hat Dominik Döpp zum „Lehrling des Monats“ ausgezeichnet. Die Ehrenurkunde erhielt der Zahntechniker-Azubi in 4. Lehrjahr aus den Händen von Staatssekretärin Daniela Schmitt.

Der Gast aus dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium informierte sich in der Handwerkskammer über die Lage im regionalen Handwerk. Im Betrieb Zahntechnik Wallerius gewann die Politikerin zudem Einblicke in die Ausbildung. Anlass für diese Besuche war die landesweite „Woche der Berufsbildung“.

Dominiks Weg in die Berufsbildung führte ihn vom Gymnasium ins Handwerk. „Man muss halt Abi machen“, so dachte Dominik Döpp als Jugendlicher. Doch die Vermittlung von theoretischem Wissen war ihm auf Dauer viel zu trocken. In der Oberstufe wurde er schulmüde und sehnte sich nach praktischem Arbeiten. In einer kaufmännisch geprägten Familie aufgewachsen, war er schon immer „der Handwerker“, der Haushaltsgeräte auseinandernahm und wieder zusammensetzte. Also ging er nach dem Fachabitur vom Auguste-Viktoria-Gymnasium ab und suchte nach einer anspruchsvollen Ausbildung, um sich verwirklichen zu können.

Das vielfältige Berufsbild des Zahntechnikers sprach ihn sofort an: Fundiertes medizintechnisches Wissen, die Anfertigung von Zahnersatz und kreatives Arbeiten mit den Händen – das klang nach einer interessanten Kombination. Bei Zahntechnik Wallerius in Trier-Ost wurde Dominik nach einem Praktikum als Lehrling eingestellt. Im Ausbildungsbetrieb unter der Firmenleitung von Ursula Wallerius und Stefan Müller bekommt er viel Lob und Anerkennung.

„Der Beruf bietet laufend neue Herausforderungen“, sagt Dominik. „Dadurch wird man fachlich von Tag zu Tag besser.“ Das ist auch notwendig, denn Zahntechniker brauchen extrem viel Erfahrung und Know-how bei der Herstellung von individuellem Zahnersatz. Der muss schließlich hundertprozentig passen. Das filigrane Arbeiten findet Dominik reizvoll: „Auf den Mikrometer genau zu arbeiten, ist eine echte Herausforderung. Da geht’s ins Eingemachte!“

Im vierten Lehrjahr und lernt er nun für die Abschlussprüfungen. Auch die Schule macht wieder Spaß, die Noten fallen entsprechend gut aus. Auch menschlich hat der 23-Jährige viel dazugelernt. „Eine Ausbildung formt den Charakter“, sagt er. Sein Leben richtet er schon immer nach christlichen Werten aus. Im Betrieb kümmert er sich als einer von sieben Lehrlingen um einen syrischen Kollegen, der dort eine Einstiegsqualifizierung macht. Als Auszubildender im vierten Lehrjahr steht er dem Neuzugang mit Rat und Tat zur Seite, nicht nur beruflich. Er hat mit ihm sogar über dessen traumatische Flucht gesprochen.

Dominik bewundert die Kraft und den Mut des Syrers, nach den schrecklichen Erlebnissen noch einmal ganz von vorn anzufangen – in einem fremden Land, ohne Sprachkenntnisse. Dominik nimmt Anteil am Schicksal des 21-jährigen Kollegen und will ihn künftig auch privat bei der Integration unterstützen. Das ist auch dem Betrieb ein Anliegen. Junge Menschen aus sieben Nationen beschäftigt das Unternehmen. Auch Flüchtlingen bieten Wallerius und Müller nach insgesamt guten Erfahrungen gerne eine berufliche Perspektive.

In seiner Freizeit jobbt der Kinofan im Trierer „Broadway“. Außerdem ist Dominik musikalisch: Neben E-Gitarre, Posaune und Bass spielt er auch noch Schlagzeug und Klavier. In der Kirche war er lange Zeit als Chorsänger aktiv. Auch seine Freundin hat beruflich mit Zahngesundheit zu tun – sie studiert in Litauen Zahnmedizin. Dominiks Beruf spielte bei ihrer Studienwahl eine Hauptrolle. Nach dem Abschluss der Lehre erfüllt sich der Geselle einen Traum: Australien! Ein halbes Jahr lang wird er in einem Praxislabor unter Leitung eines deutschen Zahntechnikermeisters aus Hermeskeil arbeiten. Dominiks Vorfreude ist groß: „In Sydney, direkt am Bondi Beach – cool!“

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