Kommunen könnten künftig auch an roten Ampeln blitzen

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Bildquelle: Pattrick Seeger / dpa-Archiv

MAINZ/REGION TRIER (dpa/lrs). Knöllchen für das Fahren über rote Ampeln könnten in Rheinland-Pfalz künftig von der Kommune statt von der Polizei kommen.

Dazu gebe es Überlegungen, um die Polizei zu entlasten, erklärte das Innenministerium in Mainz. Wenn die Kommune blitze, habe sie die Arbeit, könne aber auch die Einnahmen behalten. Überwache die Polizei die Raser, fließe das Geld in den Landeshaushalt. Zu dem Thema hatte die CDU-Fraktion eine parlamentarische Anfrage gestellt.

Für die Geschwindigkeitsüberwachung sind die Kommunen heute schon teilweise zuständig. 33 Landkreise, Verbandsgemeinden, verbandsfreie Gemeinden, kreisfreie Städte und große kreisangehörige Städte blitzen die Raser. Dazu gehören etwa Mainz, Trier, Koblenz und Worms; das jüngste Mitglied der Runde ist die Verbandsgemeinde Wöllstein.

Um selber mit Laserpistole oder fest installierten Blitzern Raser belangen zu können, muss die Kommune das beschließen und einen Antrag beim rheinland-pfälzischen Innenministerium stellen. Bisher habe das «eine überschaubare Anzahl» gemacht, erklärte ein Ministeriumssprecher. Auch das Blitzen an roten Ampeln könne, falls die Überlegung umgesetzt werde, nur auf Antrag geschehen.

3 KOMMENTARE

  1. Finde ich super, hoffentlich schnellstmöglich. Man kann es jeden Tag sehen, rote Ampeln zu überfahren ist in.
    Sicher herrscht derzeit ein absolutes Chaos wegen planloser Baustellen. Die dafür Verantwortlichen stört das aber gar nicht. Trotz allem kann man dem nicht mit rücksichtslosem Fahren begegnen, alle wollen von A nach B. Da liegt es auf der Hand, dass Jeder mehr Zeit für den Weg einplanen muss.

  2. In Trier ist es mittlerweile Volkssport rote Ampeln zu überfahren, es gibt Kreuzungen da fahre ich bei grün nicht mehr ohne noch einmal zu schauen los, da es immer mehr Autofahrer gibt die bei rot noch durchfahren , beliebt sind die Kreuzungen am Moselufer und am Balduinsbrunnen.
    Da wie auch bei der Geschwindigkeit und beim Parken sich nicht mehr an Vorschriften gehalten wird würde ich begrüssen wenn die Stadt die grossen Ampelanlagen mit Kameras bestückt und kontrolliert.
    Jetzt kommen bestimmt wieder die freiheitsliebenden Autofahrer und meckern über zuviel Kontrolle, in anderen Städten gibts das seit Jahrzehnten , warum also nicht auch im rückständigen Trier

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