‚Oh du Fröhliche‘ – Holzpyramide verdrängt ganzjährige Markthändler vom Weihnachtsmarkt

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Bildquelle: pixabay

TRIER. Das ganze Jahr verkaufen die Händler auf dem Trierer Hauptmarkt Obst und Gemüse. Auch auf dem Trierer Weihnachtsmarkt vertrieben die Händler auf einer von der Stadt zugewiesenen Fläche zu Beginn des Marktes ihre Weihnachtsgestecke. Doch dieser tolle Platz zu Beginn des Weihnachtsmarktes wird nun anderweitig besetzt, die Händler müssen gehen.

Im Zuge einer Neuausrichtung des Marktes, die wie uns Pressesprecher Michael Schmitz auf Anfrage mitteilte, aufgrund der neuen Beleuchtungen rund um den Hauptmarkt sowie aus Sicherheitsgründen notwendig sei, wird der diesjährige Weihnachtsmarkt umgestaltet. Dies bedeute auch, dass die Stände auf dem Hauptmarkt enger zusammenrücken müssen, teilt Schmitz mit.

Den Platz der Händler, sowie des sonst erstrahlenden Weihnachtsbaumes, nimmt in diesem Jahr die Holzpyramide ein, welche in den vergangenen Jahren vor dem Domplatz erstrahlte und laut Stadt dort „bisher nicht richtig zur Geltung kam“. Auch sei die Platzsituation auf dem Domfreihof extrem gedrängt und sicherheitstechnisch nicht unproblematisch, so Schmitz.

Die Händler bekommen von der Stadt übrigens einen Alternativplatz angeboten – dies sieht die Marktsatzung auch so vor. Allerdings bestehe kein Rechtsanspruch auf einen Platz an der Spitze des Weihnachtsmarktes.
Als mögliche Alternativplätze gelten die Plätze am Pranger, vor der Commerzbank, in der Höhe der ehemaligen Hauptpost oder in Höhe der Firma Woolworth.

11 KOMMENTARE

  1. Eine Holzpyramide ist ja auch weihnachtlicher als der Tannenbaum. Zu unserer Kindheit war es zwar umgedreht, . . . die Zeiten ändern sich halt. Der Profit siegt über die Gefühle.

  2. Dass die ganzjährig verkaufenden Händler einen Platz außerhalb des Weihnachtsmarktes zur Verfügung gestellt bekommen, ist eine Frechheit, für die sie sich wahrscheinlich auch noch bedanken müssen. Warum werden die Buden der Betreiber nicht einfach teilweise weggelassen? 3 statt 6 schlechte Glühweinstände und 2 statt 4 Buden mit miesem überteuertem Essen wären doch sicher auch genug. Aber Familie Bruch lässt grüßen und der ein oder andere Weihnachtsstrumpf bei Entscheidern damit genauso. Nicht nur, dass der geldarmen Stadt Trier Jahr für Jahr zigtausende Euro durch diesen Handel verlorengehen, weil die Abmachung so schön einfach ist – sondern auch, dass Händler, die wirklich auf ihren Umsatz angewiesen sind und den Platz das ganze Jahr über beleben, damit auf bequeme Weise weggeschoben werden – das ist echt mies. Aber so ist das nunmal leider… Trierer halt und seine althergebrachte, mit Absprachen gesegnete Herrschaft der Amtsleiter.

  3. Hat das Gericht nicht verfügt, das die Stadt die Standvergabe transparent gestalten muss?
    Kann man davon ausgehen das jetzt auch Trierer Winzer ihren Glühwein und Trierer Metzger ihre waren dort anbieten werden?
    Warum dem Markt für Regionale Anbieter ausweiten? Unterer Kornmarkt, Heuschreckbrunnen und um die Porta herum?

  4. „….Dies bedeute auch, dass die Stände auf dem Hauptmarkt enger zusammenrücken müssen…die Platzsituation auf dem Domfreihof extrem gedrängt und sicherheitstechnisch nicht unproblematisch…“

    Deswegen rückt man nun den Hauptmarkt näher zusammen damit beide Plätze eng und bedenklich sind?
    Was eine Bullshit Veranstaltung!

  5. Margret Wolsfeld
    Ich mache täglich jedes Jahr einen großen Bogen um dem Weihnachtsmarkt,
    weil er zu eng und dicht gedrängt ist,alles ist zu gewerbich.
    Wir haben soviel Plätze in der Stadt z.B vor der Porta Nigra ,Brunnenhof ,
    Viehmarkt,oder auch in der Stadt verteilt,die Sternstrasse wird total blockiert
    durch das Eiskaffee im Winter wird Glühwein angeboten.Auch könnte man den Martin Luther Platz beleben.Schade das die schönen Marktstände mit frischem Obst und schönen Gestecken verschwinden müssen.Das alles hat nichts mehr mit Weihnacht zu tuen

  6. In den für unseren Weihnachtsmarkt zuständigen Behörden können ja nicht nur Vollpfosten sitzen. Hinsichtlich der Umgestaltung hat man sich sicherlich etwas gedacht, und mit Gewissheit wurde auch die Trierer Polizei hinzugezogen.
    Leider spielen heutzutage sicherheitstechnische Maßnahmen eine absolut notwendige Rolle.
    Und je mehr Überwachungskameras am Hauptmarkt, Sternstraße und Domfreihof montiert sind, desto sicherer fühle ich mich mit meinen Enkeln beim Besuch des Trierer Weihnachtsmarktes.
    À propos Sternstraße, es kann einfach nicht sein, dass der dortige Glühweinverkauf die Straße komplett dicht macht.
    Hier muss dringend eine Lösung gefunden werden! (Eine Einladung für Taschendiebe, und wir zählen dbzgl. zu kürzlich im Stadtgebiet Geschädigten)

  7. Für die Marktstände ist es nicht gut, das stimmt schon. Ich hoffe auf einen guten Platz für die Leute. Wenn man sich aber jetzt die große Pyramide anschaut, steht sie tatsächlich besser. Außerdem muss (leider) auch in Trier die Sicherheit an erster Stelle stehen, das war bisher keine Option. Schließlich wollen wir uns nicht unsere guten und alten Traditionen nehmen lassen.

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