Gefesselt und zu Tode misshandelt – Prozess um gefolterte Hunsrückerin wird neu verhandelt

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Bildquelle: Screenshot Youtube

DEUTSCHLAND. (dpa) Der Fall um eine in Alt Rehse bei Neubrandenburg zu Tode gefolterte Frau muss noch einmal verhandelt werden. Der Bundesgerichtshof hob das im März gefällte Urteil gegen den 52 Jahre alten Lebensgefährten auf und ordnete eine Neuverhandlung vor einer anderen Kammer des Landgerichtes Neubrandenburg an, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Der Gesundheitszustand des Verurteilten sollte stärker berücksichtigt werden. Der Mann bleibe aber in Haft.

Der Lebensgefährte war wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte die aus Rheinland-Pfalz stammende 32-Jährige nackt an ein Bett gefesselt, sie mit einer Peitsche misshandelt und dann sterben lassen. Die stark verweste Leiche war erst zwei Monate später bei einem Einsatz wegen Ruhestörung in dem Haus gefunden worden.

Der Verteidiger, der Freispruch gefordert hatte, hatte Revision eingelegt. Nach seiner Ansicht war die Tat dem Lebensgefährten nicht nachzuweisen. Dieser hatte sich «vom BND und Dorfbewohnern verfolgt gefühlt» und geweigert, sich von einer Psychiaterin begutachten zu lassen.

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