Prozess um Todesfälle im Pflegeheim: Zeugen berichten

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Bildquelle: Uwe Anspach / dpa-Archiv

FRANKENTHAL (dpa/lrs). Im Prozess um die Todesfälle in einem pfälzischen Seniorenheim haben Zeugen von Diebstählen in dem Haus und von Verletzungen bei Bewohnern berichtet.

«Vom Konto meiner Mutter wurden mehrmals große Geldbeträge abgehoben, insgesamt 5000 Euro», sagte ein Zeuge am Dienstag vor dem Landgericht Frankenthal. Dabei könne seine Mutter mit der Pin-Nummer der Karte nichts anfangen, da sie fast blind sei. Wenn sie erzählt habe, dass ihr Geld geklaut würde, habe man das wegen ihrer Augenkrankheit angezweifelt.

Eine weitere Zeugin erzählte: «Meine Mutter hatte einmal hellgrüne, blaue oder dunkle Flecken auf der Stirn. Man hat mir gesagt, dass sie mit ihrem Kopf gegen das Bettgitter gestoßen sei.» Von Diebstählen oder Misshandlungen habe sie indes nichts mitbekommen. Insgesamt sei in dem Heim alles reibungslos, freundlich und kommunikativ abgelaufen.

In dem Prozess sind drei Ex-Altenpfleger eines Heimes in Lambrecht (Kreis Bad Dürkheim) angeklagt. Sie sollen in wechselnder Besetzung – mal zu dritt, mal zu zweit – zwei Pflegeheimbewohnerinnen ermordet haben. Eine andere Frau überlebte laut Anklage. Diebstähle und Misshandlungen hat das Trio zu einem großen Teil eingeräumt. Ein Angeklagter – ein 24-Jähriger – hat zudem eingeräumt, eine Bewohnerin des Heims getötet zu haben. Sein Verteidiger hat angekündigt, sein Mandant werde während des Prozesses noch weitere Aussagen machen.

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