Marx-Statue wird modelliert

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Die Visualisierung zeigt, wie der Sockel der Statue voraussichtlich aussehen wird und wie sie bei Nacht angeleuchtet werden soll: Zwei schwächere Strahler, die (entgegen des Fotos) im Boden eingelassen sind, leuchten von unten, während ein höherer Mast mit einem starken Spot das Gesicht anstrahlt.

Bildquelle: Wu Weishan

TRIER/PEKING. In knapp zwei Wochen fliegt der Trierer Baudezernent Andreas Ludwig nach China. Auf Einladung des Künstlers und Kunstprofessors Wu Weishan wird er Peking besuchen und mit dabei sein, wenn Wu die Statue modelliert, die künftig in Trier nahe dem Simeonstift an den Philosophen Karl Marx erinnern soll.

Die Volksrepublik China schenkt der Stadt Trier diese Statue zum 200. Geburtstag des wohl bekanntesten Trierers, der es zu weltweiter Berühmtheit gebracht hat.

Nach dem Modellieren, wenn sich Baudezernent Ludwig schon weiter in Richtung der Trierer Partnerstadt Xiamen aufmacht, wird der Künstler zunächst aus dem Modell die Form machen, mit der dann die Statue in Bronze gegossen wird. Im kommenden Jahr wird der übermannsgroße Karl Marx dann voraussichtlich per Schiff nach Deutschland geschickt.

Ende April, unmittelbar vor dem Geburtstag von Karl Marx am 5. Mai 2018, wird die Statue in Trier aufgestellt und am Sockel befestigt. Diesen Sockel errichtet die Stadt Trier, die Pläne sind schon mit dem Künstler abgestimmt. Derzeit wird der Untergrund am Simeonstift archäologisch untersucht. Die Statue wird in Sichtweite zu dem Haus in der Simeonstraße stehen, in dem Karl-Marx seine Kindheit und Jugend verbracht hat.

Die offizielle Übergabe soll am 5. Mai 2018 sein, also am 200. Geburtstag des Trierer Philosophen. An diesem Wochenende wird zugleich die große Landesausstellung zum Marx- Jubiläumsjahr eröffnet. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Die Stadt arbeitet mit der veranstaltenden Karl-Marx-Gesellschaft, den beteiligten Museen und dem Land in enger Abstimmung. Das Rahmenprogramm, dessen Fäden bei der Stadt Trier zusammenlaufen, wird nach derzeitigem Stand rund 150 Veranstaltungen umfassen, von Kongressen über Vorträge, Ausstellungen, Kleinkunst, Theater und Konzerte bis zu Kino- Events. Beteiligt sind über 50 verschiedene Veranstalter aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Ende November steht das Rahmenprogramm online zur Verfügung. Nach Fastnacht, im Februar, wird es dann eine gedruckte Version geben.

Auch im städtischen Museum Simeonstift, das ja an der Karl-Marx- Ausstellung direkt beteiligt ist, läuft bisher alles nach Plan. Der Leihverkehr ist weitgehend abgeschlossen, bislang bestätigt sind rund 100 Leihgaben von 54 Leihgebern aus elf Ländern.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe wertet das Jubiläumsjahr als große Chance. „Die intensive Auseinandersetzung mit Karl Marx und seinem Werk aus ganz verschiedenen Blickwinkeln in der Ausstellung und im Rahmenprogramm ist wichtig für die Stadt Trier“, sagt Leibe. „Zudem bringt sein Geburtstag die Stadt bundesweit und sogar weltweit ins Gespräch – was im Hinblick auf den Wirtschaftsfaktor Tourismus sicherlich nicht schaden kann. Wir hoffen, dass viele Menschen Trier aus Anlass des Marx-Geburtstages besuchen und die älteste Stadt Deutschlands und zugleich jüngste Stadt in Rheinland-Pfalz dabei kennen und schätzen lernen und hoffentlich gerne noch einmal wiederkommen.“

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