Die Zukunft des Kinos ist bunt

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Symbolbild "Kino"

Bildquelle: pixabay

Früher nur in Nischenfilmen oder als Karikatur dargestellt, finden schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Charaktere und Geschichten immer mehr den Weg auf die Kinoleinwand. Von kleinen Independentfilmen bis zu großen Blockbustern beschäftigen sich Regisseure erfolgreich mit dem Thema LGBT und spezielle Filmfestivals locken jährlich zahlreiche Besucher an.

Von der Rocky Horror Picture Show bis Brokeback Mountain

Die erste filmische Darstellung eines homosexuellen Paares gab es bereits im Jahr 1895 im Film „The Dickson Experimental Sound Film“, einem der ersten Filme mit Tonaufzeichnung. Danach wurden homosexuelle Männer und Frauen, wenn überhaupt, vor allem als Bösewichte dargestellt. Aufgrund strenger Zensurgesetze gab es Hinweise auf die Sexualität dieser Charaktere aber nur durch zweideutige Anmerkungen.

All das änderte sich nach den Ausschreitungen von Stonewall im Jahr 1969. Die Bürgerrechtsbewegung und beginnende sexuelle Revolution der Siebziger Jahre brachte Hollywood dazu, die LGBT-Community als mögliche Zielgruppe zu sehen. Der Film „The Boys in the Band“ basiert auf einem Theaterstück und war der erste amerikanische Kinofilm, der sich vollständig um einen schwulen Hauptcharakter dreht. Schon damals stand er aber unter heftiger Kritik, lediglich Klischees zu bedienen und kein realistisches Bild abzugeben.

Mit der „Rocky Horror Picture Show“ und dem bisexuellen Dr. Frank-N-Furter wurde 1975 der erste Kultfilm der LGBT-Szene geboren. Ein Kult, der bis heute anhält. Seitdem feiern LGBT-Filme beachtliche Erfolge.

In den 80er und frühen 90ern waren es vor allem Dramen, die sich mit dem Thema HIV und AIDS auseinandersetzten. Der bekannteste Film dieser Zeit ist sicher „Philadelphia“ mit Tom Hanks, der für seine Rolle als Andrew Beckett den Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt. Ebenfalls ein Gewinner bei der Oscarverleihung, dieses Mal im Jahr 2005, war Brokeback Mountain. Die Liebesgeschichte zweier homosexueller Cowboys war der erste Mainstream-Film, der eine explizite Sexszene eines schwulen Paares auf die große Leinwand brachte. Kritiker und Publikum waren von der tragischen Handlung gleichermaßen begeistert. Filme von, mit und über LGBT-Personen sind seitdem nicht mehr aus der Welt des Kinos wegzudenken. Ob „The Danish Girl“, die Geschichte der ersten geschlechtsanpassenden Operation, oder der französische Überraschungshit „Blau ist eine warme Farbe“ über das Heranwachsen des jungen lesbischen Mädchen Adèle, das Kino ist eindeutig bunter geworden.

Filmfestivals rund um das Queer Cinema

Die Anzahl an Festivals, die sich rund um den Globus mit schwulen, lesbischen und transsexuellen Filmen beschäftigen, wächst stetig an. Obwohl LGBT-Themen längst den Sprung in große Film- und Serienproduktionen geschafft haben, ist die Nachfrage nach speziell darauf abgestimmter Unterhaltung nach wie vor ungebrochen.

Zahlreiche spannende Queer Movie Festivals findet man im LGBT-Eventkalender von Expedia. Vor allem Filme von noch jungen und unbekannten Regisseuren können hier entdeckt werden. Und auch Filme von Ländern außerhalb des Westens stoßen auf Filmfestivals auf viel Interesse und Unterstützung. Das Thema LGBT wird somit stets von neuen Seiten betrachtet.

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